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Battaglin auf den Spuren seines Vaters

Serra san Bruno. 1981 hatte Giovanni Battaglin den Giro d’Italia gewonnen. Damals war sein Sohn Enrico noch gar nicht geboren. Gestern Dienstag nun hat der 23-Jährige nach 246 km im Sprint die 4. Etappe der Italien-Rundfahrt für sich entschieden.

Die zweitlängste Etappe des 96. Giro d’Italia im Süden Italiens von Policastro Bussentino nach Serra San Bruno musste wie erwartet im Schlussspurt entschieden werden. Dabei besass Enrico Battaglin die grössten Kraftreserven in den Beinen und sicherte sich mit einem lang angezogenen Sprint nach 6:14:19 den bisher grössten Erfolg auf internationalem Parkett. Fabio Felline und Giovanni Visconti komplettierten das rein italienische Podest.

Gesamtleader Luca Paolini, der als Zehnter zeitgleich mit dem Tagessieger ins Ziel kam, verteidigte das Leadertrikot ohne grössere Probleme erfolgreich. Mit 17 Sekunden Vorsprung führt der 36-jährige Italiener vom Team Katjuscha nun vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran von Sky Procycling. Bradley Wiggins, Urans Teamkollege und der Topfavorit auf den Gesamtsieg schlechthin, büsste als 48. auf den Mann im rosa Trikot 17 Sekunden ein und ist mit nunmehr 34 Sekunden Rückstand an sechster Stelle des Gesamtklassements.

Für Battaglin, dessen Vater 1981 nebst dem Giro auch die Vuelta gewonnen und 1979 unter anderem das Bergpreisklassement der Tour de France für sich entschieden hatte, kam der Tagessieg dennoch ziemlich überraschend: «Ich bin verblüfft. Gestern hatte ich Pech, und ich wollte es heute besser machen. Besser konnte es gar nicht laufen.»

Der Giro bleibt auch heute Mittwoch ganz im Süden Italiens. Die 5. Etappe über 203 km führt von Cosenza (Region Kalabrien) nach Matera (Region Basilikata) – der Zielort liegt rund 60 km südlich von Bari. Zwar sind gegen Etappenende zwei kleinere Steigungen zu überwinden, doch dürfte bei normalem Rennverlauf auch dieses Teilstück durch einen Massensprint entschieden werden. (si)

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