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Bayern und Frankfurt beeindrucken

München. Dass Bayern München nach zwei Runden an der Spitze der Bundesliga steht, überrascht wenig. Dass Eintracht Frankfurt ebenfalls noch makellos ist, hingegen schon.

Bayern München stürmte mit einem 6:1 gegen den VfB Stuttgart – nach 0:1-Rückstand – an die Tabellenspitze. Beim Schützenfest unbeteiligt war Xherdan Shaqiri. Der Schweizer sass diesmal und anders als im Startspiel bei Greuther Fürth (3:0) zunächst auf der Bank. Als er eine Viertelstunde vor dem Ende eintrat, stand es schon 6:1. Shaqiri kam daher «bloss» zu einem Trainingseinsatz unter Wettkampfbedingungen. Im Fokus waren diesmal andere. Thomas Müller zum Beispiel, der die magistrale Bayern-Machtdemonstration nach dem Rückstand (Martin Harnik/27.) mit sechs Treffern innerhalb von 19 Minuten in der 32. Minuten einleitete und später noch ein zweites Tor nachlegte.

Oder Toni Kroos, ein weiterer Konkurrent von Shaqiri im Kampf um einen Stammplatz, der das vorentscheidende 2:1 mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern unter die Latte erzielte. Oder der Spanier Javi Martinez, der zwar noch später eintrat als Shaqiri, aber nach dem langwierigen Hin und Her um seinen Rekordtransfer von Athletic Bilbao von den Fans wie ein Held gefeiert worden war, noch ehe er überhaupt eine Minute für die Bayern spielte.

Während Shaqiri bei der Münchner Galavorstellung zwar etwas abseits war, aber immerhin zu einem Sieg kam, wurden andere Schweizer Internationale in der 2. Runde mit ihren Teams regelrecht abgewatscht. So wie Eren Derdiyok, der mit Hoffenheim zu Hause Aufsteiger Eintracht Frankfurt 0:4 unterlag, in drei Pflichtspielen noch kein Tor erzielte und alle Spiele verlor. Oder wie Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez, die mit Wolfsburg im Derby gegen Hannover ebenfalls vier Tore kassierten.

Frankfurts Traumstart

So avancierten aus Schweizer Sicht mit Hannovers Verteidiger Mario Eggimann und Frankfurts Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler ausgerechnet zwei Spieler zu Siegern, die nicht im Aufgebot der Nationalmannschaft figurieren. Vor allem der Höhenflug von Pirmin Schwegler als Captain mit dem Aufsteiger sorgte für dicke Schlagzeilen. Der Innerschweizer krönte in Hoffenheim seine starke Leistung mit dem Traumtor aus rund 25 Metern zum 2:0.

Nach dem 4:0 ist Frankfurt so gut in die 1. Bundesliga gestartet wie seit 1999/2000 nicht mehr. Trainer Armin Veh meinte daher im Spass: «Ich wäre schon enttäuscht, wenn wir jetzt nicht Meister würden.» Sein Captain hat zumindest keine Angst, dass das Team nun abhebt. Schwegler: «Ich kenne den Charakter der Mannschaft und ich weiss ganz genau, dass wir uns nicht auf diesem Start ausruhen. Wir wissen ganz genau, dass die zwei Leistungen nur durch harte Arbeit gekommen sind.»

Van Persies Dreierpack

30 Millionen Euro bezahlte Manchester United an Arsenal für Stürmer Robin Van Persie. Nun wirft das Engagement des Holländers erste Renditen in Form von Punkten ab. Beim 3:2-Sieg bei Aufsteiger Southampton schoss Van Persie, der letztjährige Torschützenkönig der Premier League, alle drei Tore für den Favoriten und rettete damit das Jubiläum von Trainer Sir Alex Ferguson, der im 1000. Liga-Spiel für ManU auf der Bank sass. Und vor allem führte Van Persie in der 87. und 92. Minute die Wende im Alleingang herbei. Bei Southampton kam der Ex-YB-Stürmer Emmanuel Mayuka ab der 74. Minute zu seinem Debüt in der englischen Liga.

Der FC Liverpool, Gegner der Young Boys in der Europa League, startete so schlecht in die Saison wie seit 1962/63 nicht mehr. Nach drei Runden hat der 18-fache Meister erst einen Punkt geholt. Im Heimspiel gegen Arsenal verlor Liverpool 0:2. Matchwinner bei den Londonern waren die neu verpflichteten Lukas Podolski und Santi Cazorla mit je einem Tor und einer Vorlage. (si)

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