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BDP ordnet ihre Stacheln für das Mammut-Wahljahr

Die BDP will auch im Wahljahr 2015 als konziliante Mittepartei punkten. Ihre Bundesrätin riet den Delegierten, wenn nötig aber auch mal «zuzustechen».

Gelbe Ballons entlang der Stadthausstrasse lotsten die rund 160 Delegierten der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) ins Casinotheater. Dort startete die BDP am Samstag ihren Auftakt ins Wahljahr 2015. In Winterthur, weil die Wahlen im April (Kanton) als Gradmesser für die Nationalratswahlen im Oktober gelten. Der Winterthurer Kantonsrat Marcel Lenggenhager kandidiert gar für den Regierungsrat. Im Kantonsrat will die BDP ihre sechs Sitze verteidigen. «Dort werden wir als Zünglein an der Waage umschwärmt», sagt der Zürcher BDP-Präsident. Er hielt sich kurz. «Liefere statt lafere» lautet sein Wahlslogan. Laut wurde Parteipräsident Martin Landolt bei seiner Begrüssungsrede nicht, fuhr aber gleichwohl den Stachel aus, gerade gegen rechts. Als Brückenbauerin werde die BDP weiter in der Mitte politisieren, sachlich, konstruktiv und eigenständig, selbst wenn die mediale Aufmerksamkeit den extremen Polen gelte. Die Personenfreizügigkeit mittels Schutzklausel zu retten (Kontingente greifen, sobald eine Obergrenze erreicht ist), sei eine BDP-Idee, die nun als Vorschlag der Wirtschaftsverbände verkauft werde. Lange lamentieren wolle er aber nicht. «Wir sind keine Selbstverteidigungspartei.» Listenverbindungen mit der SVP schloss die BDP kürzlich aus. Man trete für die Wirtschaft ein, aber «weitsinniger» als die FDP, treibe die Energiewende voran, aber geordnet, nicht radikal-schädlich wie die GLP, die gleich die Mehrwertsteuer abschaffen wolle. Im Nationalrat will die BDP um drei Sitze auf zwölf zulegen. «Königin» hebt Mahnfinger Mit drei Schwerpunktthemen ­bestreitet die BDP ihren Wahlkampf. Sie will die bilateralen Verträge retten, die Energiewende per geordnetem Atomausstieg schaffen und mit mehr «Frauenpower» den Arbeitsmarkt beleben. Auf den Plakaten surrt als Wahlkampfsujet die Biene. Sie stehe für Fleiss, Ausdauer und ­Effizienz. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf forderte ihre Partei auf, wenn nötig auch einmal «zuzustechen». Vor allem die Bilateralen gelte es zu verteidigen. «Wie wichtig und eng unsere Beziehungen zu Europa sind, hat die Aufhebung der Euro-Untergrenze uns deutlich aufgezeigt.» Die Familieninitiative der CVP verwarfen die Delegierten mit 146 zu 13 Stimmen. hit

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