Zum Hauptinhalt springen

Behördensitz, vakant, sucht …

Im Frühjahr werden viele Behördensitze frei: Die Suche nach Kandidaten läuft bereits an. Diese gestaltet sich schwierig – aber Parteien, angedachte Fusionen und direkte Kontakte helfen.

Erste Rücktritte werden aus den Gemeinden gemeldet. Und bereits werden die Fristen für die Erneuerungswahlen gesetzt. Wer etwa in Lind­au in der Legislatur 2014/2018 eine Behördentätigkeit ausüben will, muss sich bis Ende Jahr bei der Verwaltung melden. Geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten für die verschiedenen Ämter zu finden, sei nicht einfacher geworden, sagt Walter Müller, Präsident der Pfungemer SVP und ehemaliger Kantonsrat. «Wer interessiert ist, und das zeigt sich im Dorf oder im Verein schnell, den kann man aber auch auf ein Amt gluschtig machen», sagt Müller. Gerade in einer Gemeinde könne man viel bewirken. Allerdings brauche es manchmal einen jahrelangen direkten Kontakt zu einer Person, bis es dann passe. «Denn der Zeitaufwand für ein Behördenamt ist nicht zu unterschätzen.» Äussere Umstände erleichtern Suche in Hettlingen In vielen Gemeinden sind es die Parteien und andere Organisationen (in Pfungen neben der SVP das lokale Forum), die sich auf die Suche nach Kandidaten für die frei werdenden Sitze machen. In Lind­au laufen etwa im Hintergrund die entsprechenden Gespräche bereits, wie Gemeindeschreiber Viktor Ledermann sagt. Auch in Hettlingen ist es in der Regel Sache der Parteien, Interessenten zu finden: «Das läuft und hat sich bewährt», sagt Gemeindeschreiber René Zweifel. Für die anstehenden Erneuerungswahlen erleichtern in Hettlingen zudem auch äussere Umstände die Suche – es gilt nämlich gar nicht erst so viele Sitze neu zu besetzen. So kommt es unter anderem im Gemeinderat (fünf Sitze) zu keinem einzigen Rücktritt. «Auf die Legislatur 2014/2018 wird neu die Einheitsgemeinde umgesetzt», sagt Zweifel. Dies dürfte einige Mitglieder motiviert haben, eine Amtsperiode anzuhängen, um so die Einführung der neuen Strukturen aktiv begleiten zu können. Für den Zusammenschluss auf bewährte Kräfte setzen Wegen Strukturänderungen wird auch in der Kleingemeinde Kyburg dem Wahltermin gelassener entgegengeschaut als auch schon: «Alle Mitglieder des Gemeinderates und der Schulpflege treten für eine weitere Amtsperiode an», sagt Gemeindeschreiber David Gerig. Oder zumindest für einen Teil dieser Amtsperiode 2014/2018. Denn vorgesehen ist, dass sich Kyburg, sofern die Einwohner dem Vorhaben zustimmen werden, auf das Jahr 2016 Illnau-Effretikon anschliessen wird. Die derzeitigen Schulpfleger und Gemeinderäte erachteten es als sinnvoll, dass in der kommenden Phase dieses Zusammenschlusses auf bewährte Kräfte gesetzt werde, die sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt hätten, so Gerig. Sternenberg darf vor Fusion nicht wählen In den vergangenen Jahren gestaltete sich die Suche nach Kandidaten in Kyburg immer schwieriger. «Von unseren 400 Einwohnerinnen und Einwohnern haben fast alle irgendwann schon einmal ein öffentliches Amt ausgeübt», sagt Gerig. Bei neuerlichen Anfragen hätten diese, auf ihr früheres Engagement verweisend, abgelehnt. Vergleichbar war die Si­tua­tion im ähnlich grossen Sternenberg. Doch dürften dort im Frühjahr gar keine kommunalen Wahlen mehr stattfinden: Eine Fusion mit dem Nachbarort Bauma ist auf 2015 vorgesehen (Wahlen in der neuen, grösseren Gemeinde sind auf nächsten Herbst terminiert). Suche gestaltet sich nicht immer einfach Während sich das «Problem» der Kandidatensuche in Sternenberg durch die Fusion lösen dürfte, wird in den übrigen Ortschaften der Region bis zu den Wahlen im kommenden Frühjahr weitergesucht. Insbesondere im Weinland werden dazu Wählerversammlungen durchgeführt, an denen sich Bewerber präsentieren und neue Interessenten melden können. Und in Zell ist wiederum das Wahlforum eingesetzt worden. Dieses Gremium, das aus Vertretern aller Parteien und des Gewerbevereins besteht, sucht per Inserat und direkten Gesprächen nach Kandidaten. «Wir suchen nur», betont Obmann Heiner Comminot. «Am Ende wird der Wähler entscheiden.» Ob der Wähler eine Auswahl haben wird, ist aber noch offen: Die Suche gestalte sich nicht immer einfach, so Comminot. «Zumal es ja viele Behörden gibt.» So sei nicht nur der Gemeinderat und die Schulpflege zu besetzen, auch RPK, Sozialbehörde und Kirchenpflege werden im Frühjahr gewählt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch