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Beitrag von der Goldküste weist den Weg

Für 10 000 Franken hat Sternenberg seine alten kantonalen Wegweiser instand gestellt. Das Geld dafür kam aus Herrliberg – und das hat spezielle Gründe.

Die historischen blau-weissen Kantonswegweiser in Sternenberg erstrahlen wieder in altem Glanz. Viele davon waren bis vor Kurzem in schlechtem Zustand und rosteten vor sich hin. Dann bot die Gemeinde Herrliberg überraschend ihre Hilfe an und spendete rund 10 000 Franken für die Instandstellung der Wegweiser. Dass ausgerechnet die Seegemeinde dafür aufkam, hat seine Gründe: Im Oktober 2011 machte ein vermeintlich offizieller Brief des Bundes in Sternenberg die Runde, wonach die Gemeinde von Herrliberg gekauft werden solle – tatsächliche Verfasser des Schreibens waren Nationalratskandidaten der Jungen Grünen, die auf den «zügellosen» Steuerwettbewerb aufmerksam machen wollten. «Diese Aktion brachte uns auf die Idee, dass wir tatsächlich etwas für die Sternenberger tun könnten», sagt der Herrliberger Gemeindepräsident Walter Wittmer. Ein Prozent des jährlichen Steuereinkommens, was ungefähr 500 000 Franken entspreche, lege man sowieso für «bedürftige» Gemeinden auf die Seite. «Mit dem Geld helfen wir dort aus, wo Not am Mann ist.» Sieber will sich revanchieren Also wollte Herrliberg wissen, welches Projekt man in Sternenberg unterstützen könnte. Dort schlug man die Revision der Wegweiser vor, «weil wir für dieses ‹Nice to have›-Projekt kein Geld aufwenden konnten», so Gemeindepräsidentin Sabine Sieber. «Das Vorhaben hat uns auf Anhieb gefallen», sagt Wittmer, und seine Gemeinde gab die 10 000 Franken frei – obwohl Herrliberg auch den Finanzausgleich mit jährlich 25 Millionen Franken füttert und so Sternenberg indirekt bereits unterstützt. Eine Gegenleistung erwartet Wittmer von der Zürcher Berggemeinde nicht. «Ich gehe aber sicher wieder einmal im Oberland wandern und werde mich dann bei dieser Gelegenheit an den neuen Wegweisern orientieren können», sagt er. Sieber, die sich «riesig» über das Herrliberger Engagement freut, will es nicht bei einem blossen Danke bewenden lassen: «Wir werden uns sicher in gebührender Art und Weise bei Herrliberg revanchieren, das ist wohl das Mindeste.» Wie genau, will Sieber noch nicht verraten: «Das soll eine Überraschung sein.»

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