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Bencics nächster Schritt

Nach einem 6:4, 7:5 gegen Victoria Duval steht Belinda Bencic in Wimbledon erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers.

Die 17-jährige Bencic (WTA 71), die Juniorensiegerin des Vorjahres, gewann die am Donnerstag wegen Regens abgesagte Zweitrundenpartie gegen die amerikanische Qualifikantin Victoria Duval (WTA 114) trotz Startschwierigkeiten. Bei schwierigen (Wind-)Verhältnissen geriet die Schweizerin schnell 1:3 ins Hintertreffen, ehe sie mit fünf ­Games in Serie die Wende und etwas später den Satzgewinn schaffte. «Mit dem Wind war es zu Beginn schwierig, da wurde ich etwas überrumpelt», stellte Bencic danach fest.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild: Duval zog wiederum auf 3:1 davon, die St. Gallerin konterte. Nach einem vergebenen Matchball beim Stand von 5:4 holte sie sich kurz dar­auf das entscheidende Break zum 7:5 gleich zu null.

«Ich bin sehr zufrieden», sagte die Schweizerin nach dem erstmaligen Einzug in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers. «Ich hatte doch etwas Druck, weil ich die besser klassierte Spielerin war.» Es sei ihr aber letztlich gelungen, sich nur auf das Spiel zu konzentrieren. Eine wichtige Hilfe war ihr dabei Martina Hingis’ Mutter und langjährige Trainerin Melanie Molitor. Wegen ihr war die Ostschweizerin einst nach Wollerau gezogen. «Sie hat mir einige Tipps gegeben zur Gegnerin und wie ich spielen sollte, aber auch zum Drumherum hier in Wimbledon», erzählte Bencic.

Kein Druck mehr

Ihre Beziehung zu Wimbledon ist bereits in jungen Jahren eine sehr enge, nicht nur wegen des Titels bei den Junioren, als sie schon erste Erfahrungen auf den grossen Plätzen sammeln konnte. Mit 13 Jahren spielte die Schweizerin mit slowakischen Wurzeln in ­Halle ein erstes Mal auf Rasen. «Ich habe das vom ersten Moment an gemocht», schwärmt sie. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet sie Wimbledon – neben dem Australian Open – als ihr Lieblingsturnier. In Melbourne hatte sie im Januar bei ihrem ersten Grand-Slam-Einsatz bei den Profis die zweite Runde erreicht – nun ist sie sogar einen Schritt weiter.

Heute Samstag wird sie gegen die Weltnummer 3 und French-Open-Finalistin Simona Halep definitiv keinen Druck mehr haben. Dennoch sagt sie auch über die Partie gegen die Rumänin ohne falsche Zurückhaltung: «Ich denke, ich habe eine gute Chance und will gewinnen.» Es sei ein Traum, gleich im ersten Jahr bereits so weit zu kommen. Noch grösser wäre dieser, wenn sie einmal auf dem Centre Court spielen könnte. Dafür bräuchte sie aber auch gegen Halep nochmals einen Sieg. si

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