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Berg- und Talfahrt der Red Ants

Winterthur. Nach klarer Führung mussten die Red Ants im letzten Qualifikationsspiel der Unihockey-NLA der Frauen gegen die Wizards Bern Burgdorf zittern, ehe Céline Chalverat in der letzten Minute der Siegtreffer zum 6:5 gelang.

Die schnelle Führung Alexandra Fricks in der 5. Minute glichen die Wizards postwendend wieder aus – aber dann folgte mal wieder eines der Drittel, in dem die Red Ants scheinbar mühelos zu Toren kamen. Zweimal Céline Chalverat, Andrea Kern und noch einmal Frick stellten bis zur ersten Pause auf 5:1. Den Gästen, die mit einem Sieg und gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenz noch Chancen auf den vierten Playoff-Platz gehabt hätten, wurde übel mitgespielt, alles schien auf einen mühelosen Kantersieg der Red Ants hinzudeuten. «Am Anfang fielen bei uns alle rein», fasste Céline Chalverat die ersten 20 Minuten zusammen.

Doch mit dem Einsatz von drei Linien war im Mitteldrittel sofort Sand im Getriebe. Die ehemalige Red-Ants-Stürmerin Ela Piotrowska verkürzte schon nach 41 Sekunden auf 2:5, bei Spielhälfte folgte ein Doppelschlag, und schon war die Partie wieder offen. Als die Wizards drei Minuten vor Schluss sogar ausgleichen konnten, schien den Red Ants der angestrebte Sieg zum Ende der Qualifikation trotz klarer Führung noch abhandenzukommen. Céline Chalverat sorgte mit ihrem dritten Treffer zum 6:5 36 Sekunden vor Schluss doch noch für das Happy End aus Winterthurer Sicht. Und Radomir Malecek, Trainer der in die Ferien geschickten Bernerinnen, sagte das, was Trainer nach solchen Runden immer sagen: «Wir haben die Playoff-Qualifikation früher verspielt, nicht heute.»

Gutes Gefühl gegen Piranha

Der Zweikampf um die Tabellenspitze und der Dreikampf um den letzten Playoff-Platz waren lange offen. Zug lag bei Höfen im Hintertreffen, die Skorpions führten gegen Leader Dietlikon – zu diesem Zeitpunkt waren die Red Ants virtueller Tabellenführer und wären in den Playoffs auf Skorpion Emmental getroffen. Auf das Spiel gegen die Wizards hatten diese Resultate wohl keinen Einfluss, auch wenn Trainerin Kati Eteläpää ab dem zweiten Drittel die Durchsagen der Zwischenergebnisse unterband.

Und am Schluss lief doch alles nach Papierform – Zug und Dietlikon schafften die Wende, was sämtliche Berner Träume beerdigte. Somit wird Dietlikon im Halbfinal auf das viertklassierte Zug United treffen, während sich die Red Ants mit Piranha Chur duellieren werden. «Die Ausgangslage war zum Glück so kompliziert, dass wir jede Rechnerei gleich haben sein lassen», sagte Chalverat nach dem Erfolg über die Wizards. «Wichtig war uns nur, die Qualifikation mit einem Sieg abzuschliessen, um mit einem guten Gefühl in die Playoffs starten zu können.»

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