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Berichte zu Bahnunfällen sind noch nicht brauchbar

Weil sie wegen mangelnder Qualität überarbeitet werden müssen, haben einige Berichte über Bahnunfälle Verspätung.

Seit fast einem halben Jahr hat die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle Sust keine Berichte zu Bahnunfällen mehr veröffentlicht. Grund dafür ist die aus Sicht der Sust-Spitze mangelnde Qualität der Berichte. Die Berichte seien noch in der Qualitätsschlaufe, nachdem Mängel festgestellt worden seien, sagte gestern der Präsident der Geschäftsleitung der Sust, André Piller. Er bestätigte eine Meldung aus der «Schweizer Eisenbahn-Revue», welche die Zeitungen «Südostschweiz» und «Nordwestschweiz» aufgenommen hatten. «Es hat von aussen Reklamationen gegeben, dass die Berichte nicht viel Mehrwert bieten», sagte Piller. Die Berichte hätten kaum mehr ans Tageslicht gebracht, als man schon ein paar Tage nach dem Unfall gewusst habe, lautete die Kritik. Nun werden sie überarbeitet. Dadurch gebe es «eine kleine Verzögerung», sagte Piller. In den nächsten Wochen würden aber wichtige Berichte veröffentlicht. Ein Sicherheitsproblem entsteht laut Piller durch die späte Veröffentlichung nicht. Der erste Untersuchungsschritt werde immer sofort ausgeführt. «Da wartet man nicht auf den Bericht.» Bei der Sust gab es personelle Wechsel. Der Bereichsleiter Bahnen und Schiffe ging Ende Mai in Frühpension, sein Stellvertreter wurde Ende Juni pensioniert. Nach diesen Abgängen blieb im Bereich Bahnen nur ein Vollzeitangestellter übrig. Der Pikettdienst sei jedoch gesichert, sagte Piller. Im Juli werde zudem ein neuer Untersuchungsleiter seine Arbeit aufnehmen, ein zweiter soll im Herbst folgen.

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