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Berlin, ein schnelles Pflaster

Berlin. Wilson Kipsang glänzte beim Berlin-Marathon mit einem Weltrekord. Der Kenianer senkte die Bestmarke über 42,195 km auf 2:03:23 Stunden.

Der 31-jährige Wilson Kipsang blieb beim 40. Berlin 15 Sekunden unter der alten Bestmarke seines Landsmanns Patrick Makau. Dieser hatte 2011 in Deutschlands Hauptstadt triumphiert. Seit 2003 sind alle fünf Marathon-Weltrekorde in Berlin gefallen. Kipsang stellte in diesem Jahr die erste ewige Bestmarke in einer olympischen Leichtathletik-Disziplin auf. Der Kenianer blickte nach seinem Coup bereits in die Zukunft. «Ich glaube, ich kann noch schneller laufen», sagte er.

Kipsang drückte in der Schlussphase nochmals mächtig aufs Gas, nachdem er zwischenzeitlich vom Weltrekordkurs abgekommen war. Die Halbmarathon-Marke hatte er in 1:01:32 noch zwölf Sekunden unter der Weltrekord-Durchgangszeit von Makau passiert. Kipsang sicherte sich eine Siegprämie von 40 000 Euro, zudem gibt es 50 000 Euro für den Rekord. Der Olympiadritte von London 2012 hatte bis dato mit seinen 2:03:42 Stunden von Frankfurt 2011 die zweitbeste Zeit der Marathon-Geschichte in den Statistiken stehen. Makau hatte wegen einer Entzündung im Knie auf einen Start verzichten müssen.

Überzeugende Schweizer

Bei seiner Marathon-Premiere überzeugte der Langenthaler Andreas Lehmann, der in 2:18:53 die EM-Limite für Zürich 2014 (2:24) klar unterbot. Der Oberaargauer kam als 14. Europäer auf den 24. Platz. Christian Mathys (2:21:08), der frühere Schweizer Meister im Berglauf, blieb als zweiter Schweizer unter der EM-Vorgabe.

Mit Florence Kiplagat gewann auch eine Kenianerin das Frauen-Rennen. Die 26-jährige Favoritin setzte sich in 2:21:13 durch. Die Davoserin Jamin Nunige-Baumann, eine ehemalige Langläuferin, lief nach 2:39 Stunden ein und senkte ihre persönliche Bestzeit gleich fünfeinhalb Minuten. Auch sie unterbot die Limite für die Heim-EM.

Im Rollstuhl-Marathon feierte Heinz Frei seinen 20. Sieg in Berlin. Der 55-Jährige war in den letzten beiden Jahren hinter seinem Landsmann Marcel Hug jeweils Zweiter geworden. Diesmal war es umgekehrt. Bei den Frauen siegte mit Manuela Schär ebenfalls eine Schweizerin.

Kontrollen und ein Störenfried

Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 10 Grad waren mehr als 40 000 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Zum ersten Mal war der Start- und Zielbereich im Berliner Tiergarten umzäunt. Damit und mit Personenkontrollen reagierten die Veranstalter auf die Anschläge beim Lauf in Boston. Am 15. April waren bei einem Bombenanschlag drei Menschen getötet worden. Trotz all den Sicherheitsvorkehrungen gelang es einem Störenfried, den Zieleinlauf Kipsangs zu behindern, als er vor dem neuen Weltrekordhalter ins Ziel lief. (si)

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