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Berlusconi fordert Verlegung seiner Prozesses nach Brescia

Die Rechtsanwälte des italienischen Ex-Premiers Silvio Berlusconi haben die Verlegung von zwei Prozessen, die gegen ihren Mandanten in Mailand laufen, nach Brescia beantragt.

Wegen der Voreingenommenheit des Mailänder Gerichts gegen Berlusconi solle das Verfahren im nahe liegenden Brescia neu aufgerollt werden, verlangten die Verteidiger am Freitag. Über den Antrag muss jetzt das Kassationsgericht entscheiden.

Beantragt wurde die Verlegung des sogenannten Ruby-Prozesses, bei dem Berlusconi in Mailand wegen Amtsmissbrauchs und Sex mit einer minderjährigen Marokkanerin angeklagt ist, sowie des Mediaset-Verfahrens, bei dem sich der TV-Unternehmer wegen Steuerbetrugs verantworten muss. In erster Instanz war er dabei im vergangenen Oktober bereits zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

In beiden Prozessen könnte es bis Ende März zu einem Urteil kommen. Mit der Forderung, die Verfahren nach Brescia zu verlegen, hoffen Berlusconis Anwälte, das Urteil hinauszuschieben.

Berlusconi befindet sich seit einer Woche wegen einer Augeninfektion in der Mailänder Klinik San Raffaele. Deswegen nahm er nicht an der konstituierenden Versammlung des neu gewählten Parlaments in Rom teil.

(sda)

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