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Bern schenkt IKRK zum Jahrestag die Ausbildung von 150 Delegierten

Zum 150. Jahrestag des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) schenkt die Schweiz ihrem wichtigsten humanitären Partner die finanziellen Mittel für die Ausbildung von 150 IKRK-Delegierten. IKRK-Präsident Maurer freute sich über die "gute Geschenkidee".

Das Geschenk wurde am Freitag an der Jahrestagung der Humanitären Hilfe des Bundes übergeben. Bundesrat Didier Burkhalter wies in seiner Eröffnungsrede im Berner Kursaal auf die besondere Beziehung zwischen der Schweiz und dem IKRK hin.

"Die Prinzipien, die wir mit dem IKRK teilen, - Neutralität, Unparteilichkeit, Humanität und Verantwortung - sind die Grundlage unserer langen humanitären Tradition", sagte der Vorsteher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Die Jahrestagung bildete den Auftakt zu gemeinsamen Aktionen im In- und Ausland, die auf die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der internationalen Hilfsorganisation mit Sitz in Genf aufmerksam machen sollen.

Im Anschluss an seine Rede überreichte der Aussenminister dem Ehrengast der Veranstaltung, IKRK-Präsident Peter Maurer, im Namen der Schweiz das Jubiläumsgeschenk. Dabei handelt es sich laut Manuel Bessler, Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe, um einen finanziellen Sonderbeitrag in der Höhe von 18,2 Millionen Franken.

Der IKRK-Präsident zeigte sich über den grosszügigen Beitrag und die "gute Geschenkidee" erfreut. Die Delegierten des IKRK, die "im Feld" arbeiten, seien die eigentlichen Protagonisten der humanitären Hilfe und Träger des Gedankens von Henry Dunant, sagte er.

Maurer würdigte seinerseits die Schweiz als bedeutenden Partner in humanitären Fragen, nicht nur aufgrund der wichtigen finanziellen Unterstützung, sondern auch als Depositarstaat der Genfer Konventionen. "In Politik und Gesellschaft dieses Landes stellen wir ein breites Interesse und grosse Unterstützung für die Arbeit des IKRK fest", sagte Maurer.

Im Zentrum der Veranstaltung stand weiter der zunehmend erschwerte Zugang zu den Opfern von bewaffneten Konflikten. Vor allem in Ländern mit zerfallenden Staatsstrukturen stellt diese Entwicklung humanitäre Helfer vor zusätzliche Schwierigkeiten, wie Martin Dahinden, Leiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), sagte.

Trotz aller Hindernisse blickt Maurer optimistisch in die Zukunft. Auch wenn der Zugang zu den Opfern erschwert und teilweise verhindert würde, und das humanitäre Personal mitunter selbst Ziel von Angriffen würde, bewähre sich die Sicherheitsstrategie des IKRK, sagte er.

Die humanitäre Organisation gewährleiste die Sicherheit ihrer Mitarbeiter, indem sie deren Schutz jeweils im Vorfeld eines humanitären Einsatzes mit allen Konfliktparteien aushandle.

Der Erfolg dieser Strategie zeige sich darin, dass das IKRK in vielen Konfliktgebieten die einzige humanitäre Organisation sei, die vor Ort Hilfe leisten könne, sagte Maurer am Rande der Jahrestagung vor den Medien. Als Beispiele nannte er den Norden von Mali sowie Zentral- und Südsomalia.

(sda)

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