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Beschwerde gegen Firmenauswahl

Gegen die Vergabe der Informatikleistungen in Lindau liegt eine Beschwerde vor. Beim früheren IT-Partner Illnau-Effretikon wurde eine solche zurückgezogen.

Die Lindauer Verwaltung verliert ihren Informatikpartner. Der Nachbar Illnau-Effretikon, an dessen Rechenzentrum Lindau seit Anfang 2012 angeschlossen war, hat den bisherigen Vertrag per Ende Februar 2015 gekündigt. Hintergrund ist der Exodus in der Illnau-Effretiker Informatikabteilung. Per Ende März 2014 hatten fast alle Angestellten ihre Stelle bei der Stadt gekündigt und eine eigene Firma mit Namen Netdata gegründet, die IT-Lösungen für Gemeinden, Firmen und Schulen anbietet. Der Stadtrat hat daraufhin beschlossen, die Informatik der Verwaltung in ein externes Rechenzentrum auszu­lagern. Eine Idee, die offenbar schon länger diskutiert wurde. Entscheid nicht rechtskräftig Dadurch war auch Lindau gezwungen, einen neuen Informatikdienstleister zu suchen. Im Submissionsverfahren sind total fünf Offerten eingegangen. Dar­unter auch eine der Firma Net­data. Allerdings ging diese – wie schon in Illnau-Effretikon – nicht als Sieger hervor. Der klare Favorit des Lindauer Gemeinderats ist die Firma Axcelerate Solutions AG aus Ziegelbrücke. Diese stehe in der Bewertung in allen qualitativen Bereichen an der Spitze, wie die Behörde mitteilt. Zudem seien auch die Referenzen sehr gut. Der Gemeinderat will den Auftrag daher dieser Firma erteilen. Der Entscheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Er wird nämlich in einer Beschwerde angefochten. Diese muss vom kantonalen Verwaltungsgericht behandelt werden. Mehr kann Gemeindeschreiber Viktor Ledermann dazu vorläufig nicht sagen. Weg frei in Illnau-Effretikon Auch in Illnau-Effretikon ging eine Beschwerde ein. Allerdings wurde diese laut Stadtschreiber Peter Wettstein wieder zurückgezogen. Damit kann die Informatik der Stadtverwaltung wie geplant an die Zürcher Firma OBT ausgelagert werden. Das externe Rechenzentrum soll im Frühling 2015 in Betrieb gehen. Bis alles läuft, wird sich noch die Firma Netdata um die städtischen Rechner kümmern. Das Auftragsverhältnis mit den Ex-Mitarbeitern läuft bis Ende Jahr – mit Verlängerungsoption bis Frühjahr 2015. Die Informatik der Schulen wird derweil weiterhin selber betrieben. Der Stadtrat rechnet mit einem «Nullsummenspiel». Anders sieht es in Lindau aus. Die Auslagerung der Informatik an die Firma Axcelerate Solutions hätte einmalige Kosten von knapp 95 000 Franken sowie jährlich wiederkehrende Mehrkosten von rund 45 000 Franken gegenüber heute zur Folge. Auch Lindau betrieb früher eigene Server. Aufgrund einer Risikoanalyse wurde dies laut Gemeinderat jedoch als zu risikoreich eingestuft.

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