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Besser als Winterthur

Bisher war die Gemeinde Thalheim relativ steuergünstig. Doch bald droht eine Steuererhöhung.

Diesen Seitenhieb wollte sich Finanzvorstand Helmuth Kammacher nicht verkneifen: So schlecht wie die Stadt Winterthur sei Thalheim nicht dran, sagte er an der Gemeindeversammlung bei der Präsentation des Budgets 2014. «Bei Schulreisen oder Klassenlagern zu sparen, ist bei uns kein Thema», fuhr er mit Blick auf die Grossstadt fort, wo der Spardruck die Schulreisli bedroht. Doch laut Prognosen des Gemeinderats kommen auch auf Thalheim schwerere Zeiten zu. Der Finanzvorstand bereitete das Publikum deshalb auf eine Steuererhöhung vor. Im nächsten Jahr kann die Politische Gemeinde ihren Steuerfuss noch halten. Aber vielleicht schon übernächstes Jahr, «spätestens aber 2016», müsse man ihn erhöhen, sagte er bei seinem letzten Auftritt. Um wie viel, steht noch nicht fest. Der Gesamtsteuerfuss liegt aktuell bei 108 Prozent; es ist einer der tiefsten im ganzen Weinland. Als Gründe erwähnte Kammacher steigende Kosten bei Sozialhilfe, Schule und Infrastruktur. Er sorgt sich aber auch um die Einnahmen, speziell um jene aus dem Finanzausgleich. Wegen der Bevölkerungsentwicklung droht das Geld aus dem demografischen und dem geografisch-topografischen Sondertopf zu versiegen. Schlimmstenfalls brechen rund 200 000 Franken Einnahmen weg, wie Kammacher sagte. Das Budget 2014 wurde von den 29 Stimmberechtigten oppositionslos gutgeheissen. Für nächstes Jahr hält sich das budgetierte Minus mit rund 55 000 Franken in Grenzen (Ausgaben: 4,6 Millionen). Wo der Gemeinderat dafür auf die Bremse tritt, zeigte sich, als ein Stimmbürger eine Frage zum Restaurant Brückenwaage stellte. Der Mann wollte wissen, ob und wann die Beiz saniert werde, denn in ihrem aktuellen Zustand sei sie keine Visitenkarte mehr für das Dorf. Laut Kammacher hat sich aber gezeigt, dass eine Totalsanierung rund eine Million Franken kosten würde. Dem Gemeinderat war das zu viel. Wie es mit der «Brückenwaage» weitergeht, wird die neue Crew entscheiden müssen. Nicht mehr dabei sein wird Gemeindepräsidentin Caroline Hofer, die am Ende von Kollege Peter Benz verabschiedet wurde. Ihre Bilanz sei nicht schlecht, sagte er augenzwinkernd. «Wir haben pro Kopf etwa 5000 Franken Vermögen. Die in Winterthur haben etwa so viel Schulden.»

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