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Besserer Schutz für Schwangere

ZÜrich. Für berufstätige schwangere Frauen gilt in der Schweiz ein besonderer Gesundheitsschutz. So dürfen sie beispielsweise nicht mehr als neun Stunden pro Tag arbeiten. Diese Regeln gelten allerdings nicht für Angestellte der Stadt Zürich, denn sie unterstehen dem städtischen Personalrecht. Ärztinnen oder Pflegerinnen in Spitälern der Stadt geniessen zum Beispiel keinen solchen Gesundheitsschutz. Lediglich der Umgang mit gefährlichen Stoffen oder besonders beschwerliche Arbeiten sind verboten.

Zwei SP-Gemeinderäte wollten dies ändern und reichten im vergangenen Februar eine Motion ein, die den Stadtrat dazu verpflichten sollte, den Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Mütter analog den Bestimmungen im Schweizer Arbeitsrecht auszubauen.

Doch der Stadtrat lehnte den Vorstoss ohne Begründung ab. Wie es die Geschäftsordnung des Zürcher Gemeinderats verlangt, musste die Exekutive innerhalb von sechs Monaten Argumente nachliefern. Doch statt dass die Regierung eine Begründung für die Ablehnung lieferte, schwenkte sie um: Nach verschiedenen Abklärungen sei der Stadtrat bereit, die Motion entgegenzunehmen, schreibt das Gremium nun in seinem Antrag. Eine Übernahme sämtlicher Bestimmungen zum Gesundheitsschutz bei Mutterschaft aus dem Arbeitsgesetz würde «die Handhabung vereinfachen.» (red)

Der Gemeinderat wird das Thema nun in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch aufgreifen. Stellt allerdings eine Fraktion Antrag auf Ablehnung rutscht der Vorstoss auf der Traktandenliste wieder weit nach hinten.

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