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Bevölkerung kann mitreden

Das Projekt der Geo-Ener­gie­­ Suisse AG weckt in der Etzwiler Bevölkerung unterschiedliche Reaktionen. Grundsätzlich ist die Überzeugung da: Um von den fossilen Ener­gie­­­trägern (Erdöl, Erdgas) und von der Atomtechnologie Abschied zu nehmen, bietet die Geothermie eine verheissungsvolle Perspektive. Nach dem missglückten Projekt vor sechs Jahren in Basel bringen die Etzwiler jedoch auch Bedenken vor. Die auch hier nicht ganz auszuschliessenden Erschütterungen könnten vielfältige Folgen haben – von Schäden an den Gebäuden bis zu einer reduzierten Milchleistung der Kühe. Die direkten Anwohner befürchten Lärmimmissionen – zuerst in der Bohrphase, dann auch beim Betrieb. Die allenfalls durch das Kühlungssystem entstehenden Dampfwolken bereiten weniger Sorgen als eine mögliche Gefährdung des Grundwassers und – durch Radon verursachte – Folgen für die Gesundheit. Dass der Wert der angrenzenden Liegenschaften sinken könnte, wird ebenfalls befürchtet.

Jürg Hertz, Chef des Thurgauer Amtes für Umwelt, ermuntert die Bevölkerung, Vertrauen zu zeigen. «Und wenn das Dorf eine Vorreiterrolle für die künftige Ener­gie­­­versorgung spielen kann, dürfen Sie echt stolz sein!» Gemeindeammann Harry Müller sieht konkrete Vorteile: die Möglichkeit, mit einem Fernwärmenetz die Abwärme zu nutzen, fünf neue Arbeitsplätze und – durch die Konzessionsabgaben – einen Zustupf in die Gemeindekasse.

Die aus der Bevölkerung gebildete Begleitgruppe von fünf Personen wird sich nun in der Projektierungsphase vergewissern, dass allen Bedenken Rechnung getragen wird. (lü)

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