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Bewilligung noch nicht rechtskräftig

Landwirt Heinz Weber, in dessen Nachbarschaft der Prototyp von Hans Wepfers selbst entwickelter Windturbine steht, hat gegen die befristete Baubewilligung rekurriert.

Die Windturbine sei falsch ausgesteckt gewesen und ordne sich nicht befriedigend in die landschaftliche Umgebung ein, beanstandet Heinz Weber. Gegen die provisorische Baubewilligung für den Windturbinenversuch in seiner Nachbarschaft, welche die Gemeinde wegen eines Versäumnisses nachträglich erteilte («Landbote» vom 12. Juni), ergriff der Landwirt nun ebenfalls Rekurs. «Ich habe das Vertrauen in die Behörden verloren», heisst es darin. «Diesmal wehre ich mich», sagt Weber. Vor etlichen Jahren hatte die Gemeinde dem Landwirt ein zweites Silo verweigert. Offenbar war es nach damaliger Einschätzung zu hoch. Webers Empörung ist ungebrochen: «Die Landwirtschaft vertreibt man aus den Dörfern und Windturbinen erlaubt man.» Die Rekursschrift richtet sich notabene gegen die provisorische Bewilligung der Turbine. Diese steht in der Landwirtschaftszone am Rande zur Kernzone und muss bis zum 31. Oktober 2014 rückgebaut werden. Der Standort neben dem Quartier sei «völlig untragbar», kritisiert Weber. Und bemängelt ferner, dass das Baugespann für die Turbine nur 13 Meter hoch gewesen und die Bevölkerung somit getäuscht worden sei. Weber beantragt beim Baurekursgericht die Ablehnung des befristeten Versuchs und der Gemeinde Dägerlen die Kosten für den Rückbau aufzuerlegen. «Keine falsche Aussteckung» Turbinen-Erfinder Hans Wepfer und Gemeindeschreiberin Brigitta Leuten­egger weisen den Vorwurf der falschen Bau-Aussteckung zurück: Bei Windturbinen sei es üblich, die Nabenhöhe, also die Höhe bis zum Drehzentrum, an dem die Rotoren befestigt werden, zu messen. «Wir haben die korrekt angegebene Höhe von 13 Metern nachmessen lassen», so Leutenegger. Die Rotorenblätter sind laut Wepfer vier Meter lang, «was aus den Bauplänen hervorging». Wepfers Windturbinenversuch wurde vom Kanton bewilligt. Da er die Konstruktion aber schon vor Baufreigabe erstellte, ist beim Statthalteramt noch eine Verzeigung hängig. (dt)

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