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Biberpopulation wächst weniger stark als vermutet

Im Kanton Zürich wohnen über 300 Biber, die meisten davon im nördlichen Teil. Auch im Süden fassen die Tiere zögerlich Fuss. Doch der Bestand wächst weniger stark als erwartet.

Im Kanton Zürich leben über 300 Biber, 22 Prozent mehr als vor drei Jahren. In den Jahren 2008 bis 2011 hatte der Zuwachs noch über 60 Prozent betragen, wie die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung in einer Mitteilung von heute schreibt. Neu ist auch die Limmat vom Biber besiedelt.Die Zahl der Biber-Reviere nahm in den letzten drei Jahren von 64 auf 87 zu. Vor allem im Norden des Kantons seien die besten Reviere mittlerweile besetzt, heisst es in der Mitteilung. Weiterhin keine Biber leben am Zürich- und Pfäffikersee sowie an Sihl, Reppisch, Kempt, Eulach und am Töss-Abschnitt oberhalb von Winterthur, wie die letzte Erhebung ergeben hat.

Mehr Paare als Familien

Mit Hilfe vieler Freiwilliger sind im letzten Winter alle relevanten Gewässerabschnitte im Kanton Zürich kontrolliert worden - total über 900 Kilometer. Weil sich der scheue Nager selber kaum zählen lässt, werden für die alle drei Jahre vorgenommenen Erhebungen der Biberbestände auch die Spuren der Tiere ausgewertet.Die südliche Kantonshälfte hat der einst ausgerottete Biber bisher erst zögerlich in Besitz genommen. Der überwiegende Teil der neuen Reviere waren Einzel- und Paarreviere. Neue Familienreviere gibt es laut Mitteilung nur wenige.

Natur profitiert - Konflikte mit Land- und Forstwirtschaft

Von den Bibern profitiert die Natur, Förster und Bauern klagen über die von den Tieren angerichteten Schäden. Die Biber schaffen mit ihrer Bautätigkeit aussergewöhnliche Lebensräume am Wasser, wie die Fischerei- und Jagdverwaltung schreibt.Bei Konflikten mit der Land- und Forstwirtschaft kommt die 2014 geschaffene kantonale Biberfachstelle zum Zug. Diese berät und sucht mit den Betroffenen nach Lösungen. Im vergangenen Jahr hat die Fachstelle in 42 Fällen vor Ort informiert. Wo nötig habe sie an Lösungen für ein Miteinander von Mensch und Biber mitgearbeitet, heisst es in der Mitteilung.

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