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Blamage der Schweizer Reiter

Die Schweizer Springreiter verpassten an den Weltreiterspielen in Caen mit Rang 11 im Nationenpreis ihr Minimalziel.

Das war mehr als eine Enttäuschung, das war eine Blamage. Den Schweizer Springreitern , die mit grossen Hoffnungen in die Normandie gereist waren, misslang einfach alles. Nicht eines der angepeilten Ergebnisse erreichten sie. Mit dem 11. Team-Platz nach einem Umgang ist die Olympiaqualifikation verpasst – und sie dürften nicht mal zum zweiten Nationenpreis-Durchgang von heute antreten.

Obwohl die Equipe mit Pius Schwizer, Jane Richard Philips, Paul Estermann und Steve Guerdat im ersten Nationenpreis-Kurs vor 17 000 Zuschauern zu einer Aufholjagd ansetzte und WM-Neuling Jane Richard mit Pablo de Virton eine imponierende Nullfehlerrunde zeigte, konnten der Absturz und der Schaden aus dem Jagdspringen (18. Zwischenrang im Feld von 33 Teams) nicht mehr wettgemacht werden. Letztlich fehlten der Mannschaft von Equipenchef Andy Kistler 0,82 Punkte zum zehnten Rang, der eine Startberechtigung für den zweiten Nationenpreis-Umgang am Donnerstag im Stade Michel d’Ornano gebracht hätte. «Ich bin sehr enttäuscht, dass wir selbst das Minimalziel verpasst haben. Nach Pius’ missglücktem Auftakt mit drei Fehlern brachte uns Jane die Hoffnung zurück. Doch es hat nicht sollen sein. Das Genick gebrochen haben uns die zwei Refus am Dienstag im Jagdspringen unserer Routiniers.»

Sogar hinter Kolumbien

«Wir waren einfach nicht gut genug, obwohl die Pferde in Form und nicht müde waren», fasste Teamcoach Thomas Fuchs zusammen. Mit acht Punkten im ersten Nationenpreis-Kurs mit 13 Hindernissen und 16 Efforts waren die Schweizer Reiter passabel. Pius Schwizer lieferte mit Toulago und ungewohnten 12 Punkten das Streichergebnis, Jane Richard rechtfertigte mit Pablo de Virton mit ihrem Blankoritt ihre WM-Selektion. Estermann scheiterte mit Castlefield Eclipse am Einsprung der Zweierkombination mit einem Nachhand-Malheur, und Steve Guerdat touchierte beim Aussprung der Dreierkombination eine Stange leicht, die in den Sand fiel. Wäre der Olympiasieger fehlerlos geblieben, wären die Olympiavierten noch auf Rang neun vorgerückt und weiter im Team-Wettbewerb gewesen. «Unsere Chancen haben wir im Jagdspringen vertan», war Guerdat überzeugt. «Ich bin enorm enttäuscht. Wir waren vor allem weit weg von den Besten.»

Toulagos Lichtprobleme

Der erste Nationenpreis-Umgang begann für die Schweiz schon denkbar schlecht. Pius Schwizer, sonst ein sicherer Wert, verzeichnete mit Toulago drei Springfehler. «Das Pferd hatte Lichtprobleme und kam mit dem Schatten nicht zurecht», haderte der erfahrene Reiter aus Oensingen.

Als 38. der Einzel-Wertung wird Paul Estermann auf seiner Milly den zweiten Nationenpreis-Parcours bestreiten können. Er liegt aber mit 8,43 Punkten weit zurück. Auch Jane Richard und Steve Guerdat dürfen als 42. und 43. nochmals ran, falls sie dies wünschen. Guerdat sagte, er wolle es sich noch überlegen, ob es Sinn mache, nochmals in den Sattel zu steigen. si

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