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Boston lockt die Pharmaindustrie

Boston. Der Grossraum Boston ist auf dem besten Weg, zur Welthauptstadt der Pharmaindustrie zu werden. Gerade Unternehmen wie Novartis und GlaxSmithKline investieren massiv in der unmittelbaren Umgebung der dortigen Spitzenuniversitäten.

Novartis ist nicht alleine. Das Schweizer Pharmaunternehmen investiert gerade 600 Millionen Dollar (532 Millionen Franken), um seine Büros und Forschungseinrichtungen in Cambridge, Massachusetts zu erweitern. Die Stadt, die von Boston nur durch den Charles River getrennt ist, hat durch das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die Universität Harvard weltweiten Ruhm als Wissenschaftshochburg erlangt. Das wollen neben Novartis auch andere Unternehmen nutzen. Investitionen halten an Die britischen Firmen AstraZenca und GlaxoSmithKline, Pfizer aus den USA, Frankreichs Sanofi Aventis oder Shire aus Irland bauen gerade an insgesamt 186 000 Qua­dratmetern Ar­beits­fläche. In Kendall Square, einem ehemaligen Indus­trie­gelände mit Backsteinhäusern, haben Unternehmen der Biotechnologiebranche seit 20 Jahren ein Zuhause gefunden. Novartis und seine Wettbewerber haben damit Neuenglands Antwort auf Silicon Valley geschaffen. Die Offiziellen der Stadt haben gerade erst eine Fläche von 130 000 Qua­dratmetern in Kendall Square zur Bebauung freigegeben. Weitere 150 000 Quadratmeter befinden sich in der Planungsphase. Berichten zufolge investiert die Biotechnologiebranche insgesamt 2 Milliarden Dollar in dem Areal. Aber es sind nicht nur die Branchengiganten, die es nach Kendall Square zieht. Zahllose Jungunternehmen entstehen und verschwinden teilweise auch wieder. In kleinen Büros und Laboren sind Arbeitsplätze für einige Hundert Dollar pro Monat zu haben. Auch um die Büros herum hat das hohe Investitionsvolumen zu steigenden Preisen geführt. Wer es trotzdem in die Klubs der Stadt wagt, erlebt eine schicke Party­atmosphäre, die von den zahlreichen Studenten geschaffen wird. «Die Menschen, die hier arbeiten, halten diese Gegend für einen der aufregendsten Orte der Welt», meint Mark Fishman, Präsident der Novartis Institutes for BioMedical Research. Nur einige Kilometer entfernt verbaut die Universität Harvard 1 Milliarde Dollar für wissenschaftliche und ingenieurswissenschaftliche Einrichtungen auf der anderen Seite des Charles River. Während der Finanzkrise waren die Arbeiten unterbrochen worden, doch nun läuft die Fertigstellung, um dem Rivalen MIT Paroli zu bieten. Doch nicht nur diese beiden Schwergewichte liefern sich einen Wettkampf um die besten Forschungsergebnisse. Auch die Boston University und die Tufts University wollen dabei mitmischen und die Medical School der University of Massachusetts ist mit ihrem Standort Worcester auch nur wenig von Boston entfernt. «Boston und der Grossraum Massachusetts sind für medizinische und klinische Arbeitsfelder der lebhafteste Standort der Welt», glaubt Dr. Omar Amirana, Direktor für Biowissenschaften bei Allied Minds, einer Gesellschaft aus der Gegend. Firmen wie Allied Minds sind eine der grossen Antriebskräfte bei der Entwicklung hin zur führenden Region in Sachen Biowissenschaften.

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