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Brandserie in Elgg: Was bisher geschah

Mit mehreren Feuern verunsicherte der Elgger Brandstifter zwischen Fe-bruar 2011 und Januar 2012 die Bevölkerung. Holzschnitzellager, ein leer stehender Pferdestall, ein Vereinslokal, eine Jagdhütte im Wald, mehrere Brennholzstapel, eine verlassene Villa, Strohballen und Holzschöpfe – nichts war vor dem Feuerteufel sicher. Insgesamt spricht die Kantonspolizei von 26 Bränden. Mit der alten Reithalle hatte die Brandserie am 18. November 2011 einen Höhepunkt erreicht. Dank der Feuerwehr Eulachtal konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindert werden. Mit 400 000 Franken Sachschaden war dies der grösste Brand in der Serie. Die kleine Reithalle war aber nicht das letzte Flammenopfer in der Serie. In einer stillgelegten Sägerei und auf einem Firmengelände brannten Bretterstapel und Lieferwagen. Im Januar 2012 kam erstmals eine Person zu Schaden. Beim Löschen eines brennenden Holzschopfs erlitt ein Passant eine leichte Rauchgasvergiftung und musste ins Spital eingeliefert werden. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden der Brandserie auf rund eine halbe Million Franken. DNA-Test führt zum Täter Die Polizei tappte bei der Suche nach dem Brandstifter lange Zeit im Dunkeln. Ein Profiler aus den Niederlanden wurde zu den Ermittlungen hinzugezogen und die Polizeipräsenz in der Region Elgg verstärkt. Ausserdem setzte die Kantonspolizei eine Belohnung von 10 000 Franken für Hinweise aus. Eine Feuerwehrübung im Januar dieses Jahres brachte die Wende in den Ermittlungen. An der Übung wurden von allen Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Eulachtal DNA-Proben genommen. Diese brachten die Ermittler auf die Spur des mutmasslichen Täters. Der 25-jährige Elgger war der Einzige, der bei dem DNA-Test gezögert hatte. Die Polizei konnte jedoch DNA-Spuren an den Brandorten mit den DNA-Informationen des Feuerwehrmannes abgleichen und diesen als Täter überführen. Er war teilweise bei seinen eigenen Bränden im Einsatz. Die Polizei verhaftete den Mann am 25. Januar 2012. Die Nachricht liess die Bevölkerung aufatmen. Der junge Elgger gesteht schliesslich, etwa die Hälfte der Feuer gelegt zu haben. Allerdings bestreitet er, für die weiteren Brände verantwortlich zu sein. Auch streitet er ab, das Feuer in der alten Reithalle gelegt zu haben. Die Ermittler gehen aber nicht davon aus, dass weitere Täter am Werk waren. Zudem können die Brandexperten einen technischen Defekt als Ursache für die Flammen in der Reithalle ausschliessen. Die Untersuchungen zu der Brandserie laufen bis heute. Direkt in die Psychiatrie Im April 2012 wird der junge Mann aus der Untersuchungshaft entlassen. Aufgrund eines ärztlichen Gutachtens wird er jedoch direkt in die Psychia-trie eingeliefert.

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