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Britische Konservative zum Start von Parteitag in der Defensive

Mit einem Tribut an die frühere Parteichefin Margaret Thatcher haben die britischen Konservativen am Sonntag ihren Herbstparteitag in Manchester begonnen. Die "Eiserne Lady" war im April im Alter von 87 Jahren gestorben. Ihre Asche war am Samstag beigesetzt worden.

Die Partei von Premierminister David Cameron steht weniger als zwei Jahre vor der nächsten Parlamentswahl vor erheblichen Herausforderungen. Die Tories hinken einer neue Umfragen des Instituts YouGov derzeit um mehr als zehn Punkte hinter der oppositionellen Labour-Partei her.

Eine Bedrohung kommt auch von rechts - die europafeindliche UKIP war zuletzt im Aufwind. Die konservative Wählerschaft war mit Camerons Politik etwa zur Homo-Ehe oder gegenüber der EU nicht einverstanden. Cameron ist auch als Führungsfigur umstritten. Die Zahl der Parteimitglieder halbierte sich auf 134'000, seit Cameron 2005 die Parteiführung übernommen hatte.

Cameron hatte kurz vor dem Start des Parteitags mit einem kontroversen Vorschlag zur Erleichterung des Immobilienkaufs in Grossbritannien für Aufsehen gesorgt. Das ohnehin geplante Programm der Regierung, das für private Hauskäufer einen Teil des notwendigen Eigenanteils für die Kreditaufnahme garantiert, solle beschleunigt und ausgebaut werden, sagte Cameron in einem Interview der BBC.

Die britische Zentralbank hatte kurz zuvor noch angekündigt, das Programm könnte sogar in seiner ursprünglichen Form gebremst werden, um eine Immobilienblase zu vermeiden. Die Hauspreise vor allem in London waren in den vergangenen zwölf Monaten um zehn Prozent gestiegen.

(sda)

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