Zum Hauptinhalt springen

Bronze und der dritte 4. Platz

Die Schweizer Frauen-Staffel gewann zum Abschluss der Orientierungslauf-WM in Finnland hinter Norwegen und Finnland die Bronzemedaille. Die Männer mussten sich zum dritten Mal in Serie mit Rang 4 begnügen.

Lange hatten sich die Schweizerinnen gar Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung machen können. Die Winterthurerin Sara Lüscher, die erstmals an einer WM in der Staffel lief, holte das Optimum heraus und übergab als Dritte an Judith Wyder – mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf das führende Finnland. Auch Wyder zeigte zu Beginn eine starke Leistung und stiess gar auf den 2. Platz vor. Doch beim 7. Posten unterlief ihr ein kapitaler Fehler, der sie drei bis vier Minuten kostete. «Ich lief zweimal am Posten vorbei. Wäre ich zwei Meter weitergelaufen hätte ich den Posten im ersten Anlauf gesehen», sagte die 25-jährige Bernerin. Dadurch fiel sie auf den 6. Platz zurück.

Die Hypothek von 4:12 Minuten wog auch für Niggli zu schwer, umso mehr, als auch der 23-fachen Weltmeisterin zwei grössere Fehler unterliefen. «Ich bin sehr gut gestartet und holte schon bald ein paar Teams ein», sagte Niggli. Danach habe sie allerdings etwas die Nerven verloren. Dennoch war sie mit dem Gewinn von Bronze sehr zufrieden. «Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir eine Medaille holen, hätten wir dankend angenommen. Die Staffel war immer ein wichtiges Ziel von uns. Als mir jemand im Zieleinlauf sagte, dass wir Bronze haben, war das eine riesige Erleichterung. Ich bin sehr froh, dass es aufgegangen ist, denn ich wollte dem Team noch etwas zurückgeben.» Die Leistung von Lüscher bezeichnete sie als grandios.

Simone Niggli wird nun zusammen mit ihrem Umfeld intensive Gespräche bezüglich ihrer Zukunft führen. Es ist nach diesem grossartigen Erfolg in einer OL-Hochburg gut möglich, dass sie ihre Karriere nach dem Weltcup-Final in Baden Anfang Oktober beenden wird. «Im Moment kann ich noch keine Antwort dar­auf geben, es werden verschiedene Faktoren mit einfliessen.»

Zu viele Fehler

Nachdem bereits Fabian Hertner im Sprint und Matthias Kyburz über die Mitteldistanz den 4. Platz belegt hatten, musste auch die Staffel mit dieser Rangierung vorliebnehmen. Matthias Merz, Daniel Hubmann und Matthias Kyburz verloren 44 Sekunden auf die Ukrainer, die erstmals in der Staffel auf dem WM-Podest standen.

Merz bestritt sein letztes WM-Rennen. Nach dem Weltcup-Final beendet der 29-jährige Aargauer seine Karriere. In der Zukunft will er zu 100 Prozent als Bauingenieur arbeiten. (si)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch