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Brücke steht, der Weg auch

Anwohner des Illnauer Chelleracherquartiers müssen keinen Umweg mehr in Kauf nehmen, wenn sie nach Mesikon spazieren wollen. Der Wanderweg ist endlich wieder offen.

Eine «leidige Geschichte» kommt zu einem guten Abschluss. «Sie hat mich zehn Jahre lang begleitet», sagt Ruth Hildebrand. Seit die FDP-Gemeinderätin im Parlament ist, befasst sie sich mit einem Wanderweg, der von Illnau, dem Brandbach entlang, nach Mesikon führt. Immer wieder machte die Politikerin ihre Kollegen dar­auf aufmerksam, dass dieser nicht mehr durchgehend begehbar sei. Ein geschlossenes Tor könne nur «mit gewagten Kletterkünsten» überwunden werden, hielt sie 2009 in einer Interpellation fest. Sie wollte vom Stadtrat etwa wissen, wie weit er mit einer neuen Lösung sei.

Nun liegt die Antwort der Behörde vor. Sie kann darin die Realisierung eines neuen Weges verkünden und hat mit der Antwort deshalb so lange zugewartet. Vor allem Bewohner des nahen Chelleracherquartiers nutzen den Wanderweg, um in den Naherholungsraum Brandholzwald auf Fehraltorfer Gemeindegebiet zu gelangen. Hildebrand freut sich sehr, dass der Stadtrat ihren Vorstoss nun noch in dieser Amtsdauer beantwortet hat. Im Frühjahr wird die Politikerin nämlich nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen antreten.

Die Geschichte geht auf das Jahr 1997 zurück. Damals liess das kantonale Amt für Gewässerschutz und Wasserbau die bestehende Brücke über dem Brandbach abbrechen. Das Durchflussprofil sei zu klein, eine Bewilligung fehle, lautete die Begründung. In der Folge benutzten die Anwohner den Flurweg entlang dem Brandbach bis zur nächsten Brücke kurz vor Mesikon.

Der Haken dabei: Das als Alternative benutzte Wegstück führte über Weideland, das im Privatbesitz eines Landwirtes ist. Dieser versperrte den Weg mit einer Schranke, nachdem Wanderer den Weidezaun vermehrt offen gelassen hatten und Tiere entwichen waren. Hinzu kam, dass Hunde von Spaziergängern die Weide verunreinigten.

Vergeblich vermittelt

Die Stadt versuchte zuerst zu vermitteln – erfolglos. Schliesslich sollte eine neue Brücke gebaut und der Wanderweg auf Fehraltorfer Gebiet in einen bestehenden münden. Dafür musste jedoch ein zusätzliches Stück Weg erstellt werden. «Obwohl die Lösung auf dem Papier einfach aussah, war der Instanzenweg lange und beschwerlich», hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. So hatte es die Stadt etwa unterlassen, ein Baugesuch zu stellen. Sie war der Meinung, es brauche gar keines. Schliesslich kam das Bauwerk dann doch noch zustande. Nicht zuletzt, weil zwei Gemeinden, mehrere Abteilungen des Kantons und ein Privatbesitzer (der Landwirt, der sich auf der anderen Seite des Baches gegen die Wanderer gewehrt hatte) Hand dazu boten.

In den nächsten Tagen soll der Wanderweg, der bereits seit Ende 2012 wieder begehbar ist, seinen letzten Schliff erhalten. «Er ist noch etwas uneben», sagt Stadtschreiber Peter Wettstein. Die Erdhaufen entlang der angrenzenden Landwirtschaftsparzelle müssen noch verteilt und der kombinierte Wander- und Flurweg planiert werden.

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