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Budgettreue «Doppelpunktlandung»

Die Finanzlage der Gemeinde Volken ist durchaus stabil. Wären da nicht die ungelegenen Kürzungen des Übergangsausgleiches.

Die laufende Rechnung 2013 der kleinsten Gemeinde im Kanton Zürich, die laut Urnenvotum gern Teil einer Grossgemeinde Flaachtal geworden wäre, schliesst 82 Franken im Plus. Aufwand und Ertrag der Politischen Gemeinde Volken betrugen im letzten Jahr 2,17 Millionen Franken. «Das ist sozusagen eine Doppelpunktlandung mit hoher Budgettreue», sagte Gemeindepräsident Martin Keller vor 27 anwesenden Stimmberechtigten am Freitagabend. «Unser Eigenkapital liegt bei knapp einer Million Franken und ist seit längerem stabil.»

Auch die Steuersituation der 311-Seelen-Gemeinde hat sich trotz des um einen Punkt tieferen Steuerfusses (33 Prozent) stabilisiert. Besser als erwartet, sah es laut Keller insbesondere bei den Sozialhilfekosten aus. Diese stiegen weniger stark an als budgetiert und brachten Einsparungen in der Höhe von rund 54 000 Franken. Die Jahresrechnung 2013 wurde einstimmig bewilligt.

«Wir machen weiter, da wir ja nicht fusionieren dürfen», bemerkte Keller mit Blick auf den wegen drei von fünf Nachbargemeinden verlorenen Urnengang im September 2013. Er wies darauf hin, dass 63 Prozent der Einnahmen aus dem Finanzausgleich stammen. «Ohne diesen sähe es für uns schlecht aus.»

Streit um Übergangsausgleich

So dreht Volken weiterhin jeden Franken um. Gegen die Kürzung des Übergangsausgleichs für 2013 um rund 250 000 Franken habe man beim Gemeindeamt einen Antrag gestellt. Ebenso streite man zusammen mit drei anderen Weinländer Gemeinden mit dem Kanton um einen Teil des rückzahlbaren Finanzausgleichs für die Jahre 2011 und 2012.

Grosse Mehrheit fand auch die Verordnung für Kita-Beiträge, die gemeinsam von den Sozialvorsteherinnen des Flaachtals ausgearbeitet wurde. Sie räumt Eltern ab 2015 Chancen auf einen finanziellen Zustupf der Gemeinde ein, wenn sie ihr kleines Kind in einer Krippe oder von einer Tagesmutter betreuen lassen. In den fünf Gemeinden des Flaachtals gelten die gleichen Eckwerte. Die Familien können je nach Einkommen und Vermögen mit unterschiedlich viel Geld rechnen, wie der neue Sozialvorsteher Hans Ulrich Meier sagte. Mindestens ein Viertel der Betreuungskosten ist selbst zu bezahlen.

Die übrigen Traktanden – ein Kredit von 350 000 Franken für die Instandstellung von Flur- und Belagstrassen sowie die Wahl von Wahlbüro und Eduard Schärer als Delegiertem der Zürcher Planungsgruppe Weinland – wurden klar gutgeheissen. So auch die letzte eigenständige Jahresrechnung der Primarschulgemeinde vor der Flaachtaler Schulfusion. Sie schloss ausgeglichen ab. Dagmar Appelt

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