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Bührer rettet Bern ins siebte Spiel

GENF/BIEL. Alle Viertelfinals werden erst im siebten Spiel entschieden. Bern und Biel siegen nach Penaltyschiessen gegen Genf und Fribourg.

Der SC Bern stand nahe am Aus. Er lag nach 40 Minuten in Genf 1:3 zurück. Da trat Topskorer Byron Ritchie auf und glich zum 3:3 aus – und danach rettete Marco Bührer sein Team um 23.50 Uhr mit fünf gehaltenen Penaltys ins siebte Spiel. Den einzigen Berner Penalty verwandelte der ehemalige Genfer Daniel Rubin.

Das grosse Ärgernis in diesem Spiel war das Schiedsrichterduo Daniel Stricker/Stefan Eichmann. Die beiden schauten sich auch nach klarsten Toren und eindeutigsten Pfostenschüssen das Video an –und pfiffen in der Verlängerung keine einzige Strafe mehr. Das war ein untauglicher Versuch, all die Zeit wieder aufholen, die sie mit ihrem Videostudium verplämpert hatten.

«Held» Berra

Wer hätte das gedacht: Auch der grosse Favorit Fribourg-Gottéron muss gegen den kleinen Aussenseiter Biel in einen entscheidenden siebten Match. Gottéron hatte in der Serie 3:0 geführt und sich wohl gedacht, irgendwann gibt der Gegner dann schon auf. Aber die Bieler kamen Schritt für Schritt zurück. Gestern nach einer 3:1-Führung mit einem erdauerten Sieg im Penaltyschiessen. Von den zehn Schützen traf lediglich Marc-Antoine Pouliot (er war der vierte Bieler Schütze). Nach ihm setzten Romain Loeffel den Puck nur an den Pfosten, Marc Wieser schoss für Biel übers Tor – und Benjamin Plüss scheiterte als letzter Fribourger Schütze an Goalie Reto Berra.

Es schien, als ob die Gottéron-Schützen nicht gross an ihre Chance glaubten, den Bieler Hüter zu bezwingen. Gamaches Versuch war äusserst kläglich gewesen, der von Bykow ging nebens Tor, der von Sprunger endete in den Schonern von Berrra.

Natürlich ist auch ein bisschen Pech dabei, wenn eine Mannschaft gleich zwei Niederlagen im Penaltyschiessen kassiert. Andererseits muss sich Gottéron an der eigenen Nase nehmen, denn die Freiburger haben in der letzten Woche vor allem viele Fehler gemacht. Auch Hans Kossmann, der am Donnerstag seinen 51. Geburtstag feierte, drückte die falschen Knöpfe. Am Montag verzichtete er auf das Eistraining und erhoffte eine Reaktion seiner Spieler. Stattdessen leistete sich Fribourg erneut ein katastrophales Startdrittel mit drei Gegentoren. Und die Gegentreffer resultierten aus gravierenden Eigenfehlern.

Auch Benjamin Conz, der sichere Goalie in der Qualifikation, strahlt nicht mehr übermässig Ruhe aus. Die ersten zwei der drei Gegentore musste er auf seine Kappe nehmen. Und es kommen Erinnerungen auf an die letzten beiden Spielzeiten, in denen Conz nach grandiosen Leistungen in der Qualifikation mit Langnau und Lugano jeweils in den Playoffs seiner Topform hinterher lief. Der EHC Biel konnte sich in den letzten 40 Spielminuten von Spiel 6 nur derart passiv verhalten und auf das Penaltyschiessen warten, weil sich das Team von Kevin Schläpfer durchaus bewusst war, dass es mit Reto Berra über den formstärkeren Keeper verfügt.

In den 60 Minuten waren beide Teams zu Chancen gekommen. Zuerst befand sich Biel klar im Vorteil. Die Seeländer führten nach 18 Minuten 3:1 und verteidigten diesen Vorsprung bis zur 32. Minute mit Erfolg. Sie hätten sogar klarer führen können, denn Fribourgs einziges Tor bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Sebastian Schilt in Unterzahl (zum 1:1). Die Bieler Tore markierten Marc-Antoine Pouliot (1:0), Philipp Wetzel (2:1) und Chris Campoli (3:1).

In der zweiten Spielhälfte übernahm dann aber der HC Fribourg-Gottéron das Zepter. Im zweiten Abschnitt glichen die Freiburger durch Andrej Bykow und Tristan Vauclair innerhalb von sechseinhalb Minuten aus. In der Folge erinnerte vieles an das vierte Spiel der Serie, in dem Fribourg in Biel sogar zweimal einen Zweitorerückstand aufgeholt hatte, dann dem Sieg über 40 Minuten lang deutlich näher stand. (red/si)

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