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Bundesrat ist interessiert an Rennen mit Elektrofahrzeugen

Formel-E-Rennen stossen beim Bundesrat auf Interesse – trotz Rundstreckenrennverbot. Er empfiehlt eine entsprechende Motion aus den Reihen der FDP zur Annahme.

Der Bundesrat ist interessiert an Rennen mit Elektrofahrzeugen. Die Formel-E-Rennen sollten jedoch seiner Meinung nach klaren Sicherheitskriterien unterliegen. Dabei denkt der Bundesrat etwa an eine Maximalgeschwindigkeit, wie seiner Antwort auf den Vorstoss von Nationalrat Fahti Derder (FDP, VD) zu entnehmen ist. Zudem seien auch den Bedenken bezüglich Verkehrssicherheit Rechnung zu tragen. Derder fordert in seiner Motion gesetzliche Änderungen dafür, Rennen mit Elektrofahrzeugen in der Schweiz bewilligen zu können. Grund dafür ist die neue Formel-E-Meisterschaft, die nur elektrisch betriebenen Fahrzeugen offensteht, sich aber an der Formel 1 orientiert. «Diese Meisterschaft trägt also dazu bei, dass die Forschung auf diesem Gebiet gefördert wird. Sie stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, unsere Region und deren Innovationsfähigkeit zu präsentieren», schreibt Derder in der Begründung der Motion. Zudem müssten für Formel-E-Rennen keine speziellen Rennbahnen gebaut werden. In der Schweiz sind Rundstreckenrennen nach dem Unglück im französischen Le Mans 1955 verboten worden. Geregelt wird das Verbot im Strassenverkehrsgesetz. Der Bundesrat darf Ausnahmen vorsehen, wenn sie die «Erfordernisse der Verkehrssicherheit und der Verkehrserziehung» berücksichtigen.

Umweltschutz gewährleistet

Da umweltschützerische Bedenken bei Rennen mit E-Fahrzeugen geringer seien, erachtet der Bundesrat eine Ausnahme vom Rundstreckenrennverbot als gerechtfertigt. Weiter will der Bundesrat jedoch nicht gehen. Er lehnt ein Postulat von Max Chopard (SP, AG) ab, das die Prüfung und Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für Formel-E-Rennen forderte. Die Formel-E-Meisterschaft wurde im September gestartet. Der Schweizer Autorennfahrer Sebastien Buemi ist mit am Start. Das nächste Rennen findet in Uruguay statt. Es sind auch Rennen in Berlin, London und Monte Carlo geplant.

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