Zum Hauptinhalt springen

Burckhardt Compression trotz Umsatzrekord mit Gewinnrückgang

Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression hat einen Rekordumsatz eingefahren und erfreut sich prallvoller Auftragsbücher. Der Gewinn der Winterthurer Industriegruppe sank im Geschäftsjahr 2013/14 wegen Mehrausgaben aber um eine Million Franken.

Der Umsatz des Unternehmens, dessen Kunden vor allem aus dem Öl- und Gasgeschäft sowie der Petrochemie und der Raffinieriebranche kommen, stieg im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 21,3 Prozent auf 445 Millionen Franken. So hoch waren die Verkäufe noch nie, wie Burckhardt am Dienstag bekannt gab. Die Nachfrage nach Kompressoren liess den Umsatz der Sparte Compressor Systems um 35,8 Prozent auf 292,9 Millionen Franken hochschnellen. Nur um 0,7 Prozent wuchs hingegen die Sparte Komponenten, Wartung und Kundendienst, unter anderem wegen weniger Ersatzteillieferungen. Die Sparte kam auf 152,1 Millionen Franken Umsatz. «Magische Marke» Der Bestelleingang stieg um gut ein Fünftel auf 517,1 Millionen Franken. Dass die Aufträge erstmals über der «magischen Marke» einer halben Milliarde liegen, ist laut Unternehmenschef Marcel Pawlicek ein Meilenstein. Allerdings war es auch hier der Maschinenbau und nicht das Service-Geschäft, der die Bücher füllte. Compressor Systems steigerte den Bestelleingang dank der Petrochemie und den Kunden, die die Maschinen für die Lagerung und den Transport von Gas einsetzen wollen, um 41,7 Prozent auf 386,3 Millionen Franken. Bei den Komponenten, Wartung und Kundendienstleistungen sank der Bestelleingang um 15,7 Prozent auf 130,8 Millionen Franken. Pawlicek begründete den Rückgang primär damit, dass Burckhardt im Geschäftsjahr keine grossen Anfragen für Umbauten an den Kompressoren entgegengenommen habe: «In guten Jahren bekommen wir ein bis drei solcher Aufträge», sagte der Unternehmenschef. Die Stärkung der Komponenten- und Servicesparte gehört laut Pawlicek zu den Prioritäten des Managements. Gewinne sinken Burckhardt musste allerdings auch beim Verkauf von zwei grösseren Kompressorsystemen drauflegen. Dies führte dazu, dass die Bruttomarge von 37,1 auf 31,3 Prozent schrumpfte. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank um 4,3 Prozent auf 70,2 Millionen Franken. Finanzchef Rolf Brändli zählte eine Reihe von weiteren Faktoren auf, die auf dem Ergebnis lasteten: Dazu gehörten Mehrausgaben für Marketing und Verkaufslogistik sowie in der Forschung. Zudem kosteten Risikoprüfungen und die veränderten Buchhaltungsregeln für die Pensionskasse Geld. Der Reingewinn sank um etwa eine Million Franken oder 1,8 Prozent auf 53,9 Millionen Franken. Einen wiederum positiven Effekt auf das Reinergebnis hatten gesunkene Finanzierungskosten, nachdem einige Tochtergesellschaften weniger Mittel aufnehmen mussten. Den Aktionären soll statt 9 Fr. wie im Vorjahr nun 10 Fr. Dividende pro Anteilschein ausbezahlt werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch