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Bussen für die Grossbanken UBS und Credit Suisse

Die EU belegt vier grosse Finanzinstitute mit einer Geldstrafe von insgesamt 94 Millionen Euro. Damit zahlen sie für Preisabsprachen und Libormanipulationen.

JPMorgan, Royal Bank of Scotland, UBS und Credit Suisse müssen der EU insgesamt 94 Millionen Euro bezahlen. Joaquín Almunia, Vizepräsident der EU-Kommission, gab bekannt, dass die Geldstrafe im Zusammenhang mit Preisabsprachen bei Zinsderivaten respektive der Manipulation des Schweizer-Franken-Libors steht. Die Banken hätten in die Geldbusse eingewilligt, um die kartellrechtlichen Untersuchungen beizulegen. Die britische Royal Bank of Scotland und das US-Geldhaus JPMorgan haben nach Angaben der EU-Kommission von März 2008 bis Juli 2009 zusammengespannt, um den Schweizer-Franken-Libor zu manipulieren. Nicht involviert in die Manipulationen waren die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse. Sie waren nur an einem Kartell beteiligt, das auf dem Markt für Zinsderivate Preisabsprachen getroffen hat. Almunia sprach von «einem typischen Preisabsprachekartell, wie es sie auch in anderen Branchen gibt». Wie viel die einzelnen Banken zahlen müssen, richtet sich nach dem Mass, mit dem die Banken in die Libormanipulation respektive in die Preisabsprachen involviert waren. Für die Credit Suisse fällt mit der einvernehmlichen Einigung mit der EU-Kommission eine Busse von 9,2 Millionen Euro an. Die UBS muss 12,7 Millionen Euro bezahlen. Den grössten Teil der Busse bestreitet mit 72,7 Millionen Euro JPMorgan. Im Vergleich zu den Strafen, welche die EU-Kommission 2013 wegen der Manipulation des Euribors respektive des Yen-Libors ausgesprochen hatte, sind die aktuellen Bussen fast milde.

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