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Bussen für fünf Airlines

Bern. Wegen möglicher Verletzung der Passagierrechte eröffnete das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) im Frühjahr 2011 gegen 14 Fluggesellschaften ein Verwaltungsstrafverfahren. Die Verfahren gegen elf Fluggesellschaften sind mittlerweile abgeschlossen. Fünf davon haben die vom Bazl verhängte Busse bezahlt.

Die Verfahren betrafen 366 Fälle, die sich zwischen 2006 und 2011 ereignet hatten, wie das Bazl gestern mitteilte. Beschuldigt waren vier aussereuropäische, neun europäische und eine Schweizer Airline.

Die festgestellten Verfehlungen betrafen insbesondere die Pflicht, eine Entschädigung zu leisten oder den Ticketpreis zurückzuerstatten, aber auch mangelhafte Unterstützung bei Flugannullierungen.

Drei Airlines haben laut Bazl in der Zwischenzeit Konkurs angemeldet, fünf haben die vom Bundesamt verhängte Busse bezahlt und zwei konnten nachweisen, dass sie nicht gegen die Verordnung verstossen hatten. Gegen zwei Luftfahrtunternehmen sind die Verfahren noch im Gange.

Ausserdem hat das Bazl die Einstellung der Verfahren gegen eine dieser Fluggesellschaften beschlossen, nachdem diese die geschädigten Fluggäste entschädigt und sich bereit erklärt hat, als Wiedergutmachung einen Pauschalbetrag an eine gemeinnützige Organisation zu überweisen.

Aufgrund einer EU-Verordnung, die am 1. Dezember 2006 auch für die Schweiz in Kraft getreten ist, geniessen Fluggäste bei Verspätung, Annullierung oder Überbuchung von Flügen klar definierte Ansprüche und einen verbesserten rechtlichen Schutz ge­gen­über den Fluggesellschaften.

Von Entschädigungszahlungen befreit sind Fluggesellschaften zum Beispiel, wenn ein Flug wegen heftiger Schneefälle oder Gewitterstürmen annulliert werden musste. (sda)

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