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Button und Vettel profitieren

Jenson Button und Kimi Räikkönen sind im GP von Belgien als Einzige der Spitzengruppe vom «Attentat» Gros- jeans verschont geblieben und haben es dann auch aufs Podest geschafft: Der britische McLaren-Mercedes-Fahrer als strahlender Sieger, der finnische Lotus-Rückkehrer als bitter enttäuschter Dritter. Mit einem geschickten Strategiewechsel konnte sich Sebastian Vettel im Red Bull-Renault dazwischen schieben. Der Titelverteidiger als Elfter des Qualifyings war der grösste Profiteur der frühen Ausfälle und liegt jetzt im WM-Zwischenklassement nur noch 24 Punkte hinter Alonso, dessen Serie von Punkterängen knapp vor dem Rekord von Michael Schumacher im 24. Anlauf jäh gestoppt worden ist.

Die Basis zu seinem 14. Grand-Prix-Sieg hatte Button mit der ersten Pole-Position seit Monaco 2009 gelegt. Im Rennen selbst war der Weltmeister desselben Jahres nach einem guten Start nie gefährdet. «Auf dieser ganz speziellen Strecke einen Start- und Ziel-Sieg landen zu können, ist auch für mich etwas ganz Besonderes», freute er sich. «Es war keine einfache Saison für mich bisher. Nach dem Sieg in Australien gab es viele Rückschläge zu verkraften. Jetzt bin ich mit Unterstützung meiner Ingenieure endlich wieder da, wo ich immer hinwollte und da möchte ich jetzt auch bleiben.» Bezüglich der WM-Titelchancen bleibt er trotzdem skeptisch: «Noch ist nichts verloren, doch 63 Punkte Rückstand bleiben eine schwere Hypothek.» Da Hamilton zu den schuldlosen Opfern der Startkarambolage gehörte, konnte Button mindestens die teaminterne Position markant verbessern.

Auch Vettel sprach von einem bestmöglichen Ergebnis: «Mehr war diesmal nach dem schwachen Qualifying und dem schwierigen Start nicht möglich. Ich war wohl der Einzige, der in der ersten Kurve keine Positionen gutmachen konnte und musste mich zurückkämpfen. Der Wechsel der Strategie auf nur einen Boxenstopp hat mir dabei sehr geholfen.» Für Räikkönen entwickelte sich das Rennen dagegen in die falsche Richtung. «Das Auto war nicht so, wie wir uns das gewünscht hatten. Trotzdem haben wir es geschafft, einige wichtige Punkte einzufahren. Das ist die Hauptsache» meinte der Drittklassierte, der als Vierter im Gesamtklassement auch nur noch 33 Punkte hinter Alonso liegt.

Dahinter feierte Nico Hülkenberg als Vierter im Sahara Force India vor Felipe Massa, Mark Webber und Michael Schumacher sein bisher bestes Formel-1-Resultat. Der Rekordmeister konnte seinem 300. Grand Prix eingedenk der vielen Ausfälle vorne wenig Gutes abgewinnen. «Wir sind derzeit nicht in der Lage, vorne mitzuhalten», stellte er ernüchtert fest. Die Krise bei Mercedes ist das Glück von Sauber. Das Schweizer Team ist in der jetzigen Verfassung auch nach dem «Keulenschlag von Spa» aus eigener Kraft in der Lage, die 32 Punkte Rückstand auf die Nobelmarke aufzuholen. (pl)

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