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Car-Lobby weibelt für Fernbusse

Die Schweizer Reisecarunternehmen wollen in Zukunft einen liberalisierten Markt, die Bahn konkurrenzieren und eine bessere Infrastruktur.

Die Schweizer Reisecarunternehmen sehen sich gegenüber dem öffentlichen Verkehr (ÖV) benachteiligt. In einem gestern vorgestellten Bericht verlangen sie die Liberalisierung des Marktes für Fernbusse, wie dies etwa in Deutschland seit zwei Jahren der Fall ist. «Alle Verkehrsmittel müssen gleichberechtigt behandelt werden», sagte der Präsident des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands (Astag), Adrian Amstutz, laut Redetext vor den Medien in Bern. Einschränkungen und Subventionen, die einseitig den ÖV begünstigten, seien fehl am Platz, kritisierte der Berner SVP-Nationalrat. Fernbuslinien auf Binnenstrecken – in Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr – sind in der Schweiz in den meisten Fällen verboten, da neue Linien subventionierte Angebote nicht wesentlich konkurrenzieren dürfen. Auf Fernstrecken zwischen der Schweiz und dem Ausland sind zusätzliche Angebote hingegen erlaubt. Zusätzlich zur Liberalisierung von Fernbussen fordert die Reisecarbranche eine bessere Infrastruktur in den Schweizer Städten sowie die Benutzung von Busspuren in den Städten, eine Modernisierung des Strassennetzes, strengere Kontrollen bei ausländischen Anbietern in der Schweiz sowie eine Befreiung von der Mineralölsteuer . Die Eisenbahnergewerkschaft SEV hält wenig vom Vorstoss der Carlobby. Es bestehe schlicht kein Bedarf danach, hiess es gestern in einer Mitteilung.

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