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«Carlos’» Vater zeigt Jugendgefängnis an

Zürich. Der Vater des Jugendstraftäters «Carlos» will gegen das Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) Anzeige einreichen. Dies berichtet die «Sonntags-Zeitung». «Carlos» hatte seit November gesessen, letzte Woche wurde der 18-Jährige wegen massiver Sachbeschädigungen zurück ins Gefängnis Limmattal verlegt.

Die Behandlung seines Sohnes im MZU habe gegen die Menschenrechtskonvention verstossen, begründet der Vater laut der Zeitung die Anzeige. Zudem habe er zwei Tage in einer Arrestzelle verbringen müssen, ohne dass ihm der vorgesehene einstündige Ausgang pro Tag gewährt worden sei. Die Verantwortlichen hätten «Carlos» Bücher und Briefe weggenommen und dem Vater die Kontaktaufnahme verweigert.

«Carlos» hatte 2011 einen jungen Mann niedergestochen. Bekannt wurde er wegen seiner Therapie in einem teuren Sondersetting. Vor Bundesgericht läuft derzeit ein Verfahren, das prüft, ob die Zürcher Behörden korrekt handelten, als sie das Sondersetting im letzten Sommer abbrachen und «Carlos» geschlossen unterbrachten. Bis Ende Monat bleibt er im Gefängnis Limmattal. Was danach passiert, ist noch offen. (red)

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