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«Chance verpasst»: Winterthur verliert seine Ener­gie­messe

Die Ener­gie­messe Blue-Tech wird nach Bern verkauft. Der Messegründer wirft der Stadt mangelndes Engagement vor. Kritik kommt auch von Grünliberalen. Die Stadt selber bedauert einen grossen Verlust.

Die Ener­gie­messe Blue-Tech wird in Zukunft nicht mehr in Winterthur stattfinden – die fünfte Durchführung in diesem Herbst war die letzte. Die Marke Blue-Tech und die Rechte dar­an sind an das Messe- und Ausstellungsgelände Bernexpo verkauft worden, wie Initiator Christian Huggenberg bestätigt. Die Aussteller und Partner sollen heute per Brief über den Verkauf informiert werden, offiziell bekannt machen will die Bernexpo den Deal erst nächste Woche. Die neue Besitzerin will die Blue-Tech in die eigene Ener­gie­messe Cleantec-City integrieren, die dieses Jahr erstmals auf dem Berner Messegelände durchgeführt wurde, sagt Huggenberg. Damit verschwindet der Name Blue-Tech. Kein Konzept erkennbar? In Politik und Verwaltung reagiert man mit Bedauern, aber auch mit Verärgerung auf die Nachricht. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) findet es sehr schade, dass die Blue-Tech Winterthur verlässt. Die Stadt habe die Blue-Tech finanziell so gut als möglich unterstützt, sei dabei aber an ihre Grenzen gestossen. Die Blue-Tech, die ab 2008 an verschiedenen Standorten durchgeführt wurde, wollte mehr sein als «nur» eine Messe. Die Initiatoren strebten an, die Ener­gie­wende in den Köpfen zu verankern. Und sie wollten die Stadt im Bestreben unterstützen, ein bedeutender Wirtschaftsstandort für die Ener­gie­branche zu werden. Bei den Blue-Tech-Verantwortlichen hätte man sich mehr Unterstützung durch die Politik gewünscht. Er könne beim Stadtrat leider kein Konzept erkennen, was die Bereiche Ener­gie­ und Nachhaltigkeit angeht, so Huggenberg. Die Regierung habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt und zu wenig für die Blue-Tech getan, kritisiert der GLP-Gemeinderat Michael Zeugin.

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