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Chauffeure: Keine Pauschallösung mehr

Die Verkehrsbetriebe und die Gewerkschaften haben sich im Streit um die Wegzeiten geeinigt. Neu wird den Chauffeuren die Anfahrt zum Ablöseort individuell vergütet.

Der mehrjährige Streit um die Berechnung und Bezahlung der Wegzeiten von Tram- und Buschauffeuren bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) ist beendet. VBZ und Gewerkschaften haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wie die VBZ gestern mitteilten. Die Einigung werde von beiden Seiten als «Meilenstein in der Zusammenarbeit» gesehen. Die Unterzeichnung erfolgte, nachdem die vor zwei Wochen getroffene Vereinbarung den Gewerkschaftsmitgliedern zur Urabstimmung vor­gelegt und angenommen worden war.

Die Übereinkunft regelt im Detail, wie die Wegzeiten künftig zu berechnen sind. Die VBZ rechnen mit Mehrkosten von 1,3 Millionen Franken pro Jahr. Unter Wegzeit versteht man die Zeit, welche die Fahrerinnen und Fahrer brauchen, um vom Dienstort (Depot oder Garage) zum entsprechenden Ablöseort zu gelangen. Bis anhin wurden die Wege zwischen einzelnen Arbeitseinsätzen teilweise pauschal vergütet, neu wird die Umsteigezeit via Onlinefahrplan für jede Strecke individuell berechnet. Damit würden die in der Verfügung des Bundesamtes für Verkehr vom letzten Herbst geforderten Massnahmen erfüllt, heisst es.

Geregelt wird auch die Reduktion der gesetzlich möglichen 14-stündigen Dienstschichten. Eine Verringerung ist einerseits möglich durch zusätzliche Teilzeitangestellte, die in den Spitzenzeiten eingesetzt werden. Zum anderen werden die überlangen Schichten mit knapperen Pausen und einer neuen Spätschicht verkürzt. Die 14-stündigen Schichten sind den Fahrerinnen und Fahrern bislang im Maximum einmal pro Woche verordnet worden.

Verhandlungen gehen weiter

Es ist geplant, ab August nach den neu definierten Dienstplänen zu fahren und erste Massnahmen zur Reduktion der langen Arbeitstage zu realisieren. Die Verhandlungen über den Gesamtarbeitsvertrag und weitere Bestandteile der Betriebsvereinbarung laufen weiter, mit dem Ziel, alle weiteren Punkte zum Jahreswechsel zu regeln. (sda)

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