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Chefetage von GM war gewarnt

Beim Autobauer General Motors sind neue Hinweise auf eine Verschleierung gravierender Sicherheitsmängel aufgetaucht.

Der damalige Chef der internen GM-Qualitätsprüfung, William McAleer, warnte 2002 in einem Brief an alle zwölf GM-Verwaltungsräte, es würden regelmässig Fahrzeuge mit ernsthaften Sicher­heits­problemen vom Band laufen. Der Konzern müsse «die anhaltende Auslieferung unsiche­rer Fahrzeuge stoppen» und «verdächtige Autos zurückrufen, die sich bereits bei Kunden befinden», hiess es in den Briefen, welche die Nachrichtenagentur ­Reuters einsehen konnte.

McAleer forderte den Verwaltungsrat dazu auf, die Qualitätskontrollen «unabhängiger von Konzernpolitik und Kostensenkungen» zu machen. Sein für die Prüfung von Autos vor der Auslieferung zuständiges Team habe regelmässig ernsthafte Probleme bei Neuwagen aufgespürt.

Als er seine Bedenken geäussert habe, sei er aufgefordert worden, sich aus Sicherheitsfragen herauszuhalten. McAleer erklärte, die Manager hätten damals in der ständigen Angst gelebt, ihre Jobs zu verlieren, falls sie Sicherheitsfragen ansprechen sollten. Zu den Managern, die 2002 die Briefe erhielten, gehörten auch Ex-GM-Chef Rick Wagoner.

McAleer wurde 1998 von seinem Posten in der Qualitätssiche­rung versetzt. Gerichtsunter­lagen zufolge verklagte er seinen Arbeitgeber mindestens vier Mal vergeblich und bemühte sich um Informantenschutz. McAleer schickte vor einer Woche Kopien der Briefe an Mitglieder von Kongressausschüssen, die sich mit dem Thema befassen.

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