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Chefwechsel wegen der Polizeiaffäre

ZÜrich. Die Zürcher Stadtpolizei leidet unter Nachwehen der Milieuaffäre von letztem Herbst. Der Leiter des Kommissariats Ermittlungen, dem die unter Korruptionsverdacht geratenen Sittenpolizisten unterstellt waren, musste die Verantwortung für die entsprechende Fachgruppe abgeben. Dies bestätigte Polizeikommandant Blumer ge­gen­über dem «Blick». Die Sittenpolizisten seien neu dem Chef der Kriminalabteilung unterstellt. Der Grund für die Reorganisation ist, dass der bisherige Vorgesetzte in den letzten Monaten zuständig war für die internen Ermittlungen gegen seine eigenen Leute. Dies habe das Vertrauensverhältnis stark belastet, sagt Blumer. Der Ermittlungsleiter hatte laut «Blick» unter anderem die Privattelefone von Verdächtigen angezapft und in einem Fall die Wohnung verwanzen lassen.

Ins Rollen gekommen war die Af­färe nach einer Razzia im Nachtclub Chilli’s Anfang November. In der Folge wurden fünf Sittenpolizisten verhaftet, weil sie Kreditkartenbetrügereien und andere Vergehen, die dort über die Bühne gingen, gedeckt haben sollen. Im Gegenzug hätten sie Sex, Drinks und Mahlzeiten erhalten. Zwei der Sittenpolizisten wurden später entlassen, drei andere strafversetzt. (red)

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