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Chermiti zaubert, FCZ gewinnt

Der FC Zürich legte mit einem 3:1-Auswärtssieg bei Spartak Trnava die Basis für den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

Der Mann des Spiels war Amine Chermiti, der sämtliche drei Tore für den FCZ erzielte. Seit seinem Transfer von der Hertha Berlin nach Zürich hatte Chermiti im europäischen Wettbewerb kaum Spuren hinterlassen, ehe er nun praktisch im Alleingang für den Unterschied sorgte. Innerhalb von 58 Minuten traf der 26-jährige Tunesier so oft wie zuvor im Europacup während vier Jahren. Beeindruckend war nicht nur der brillante Auftritt von Chermiti, sondern auch, wie stilsicher Zürich dem slowakischen Kontrahenten begegnete, der zuvor immerhin drei Qualifikationsrunden souverän überstanden hatte und per Foulpenalty früh das 1:1 erzwang. Die von Urs Meier vorzüglich eingestellte Equipe reagierte im engen und mit 3840 ausverkauften Mini-Stadion ohne jegliche Hektik auf den Gegentreffer. Dank Chermitis Raffinessen und der im Bedarfsfall auch schnörkellosen Spielart kon­trol­lier­te Zürich die Nummer 267 des Uefa-Rankings nahezu problemlos. Nach dem überzeugenden Start zur Super League bahnt sich im internationalen Geschäft am kommenden Donnerstag das Comeback in der Gruppenphase ab. Letztmals war der FCZ 2011 unter die Top 48 des am zweithöchsten dotierten Europacup-Wettbewerbs vorgestossen. Chermiti wie einst Madjer Für das Spektakel des Abends sorgte weitgehend nur einer – und zwar doppelt und dreifach: Chermiti. Der zuweilen in jeglicher Beziehung unberechenbare und launische Tunesier war von den Slowaken kaum zu stoppen. Mit der Triplette bestätigte er seine ansprechende (Früh-)Form – im Championat gehörte er als dreifacher Skorer bislang ebenfalls zu den zentralen FCZ-Figuren. Beim perfekten Start – nach lediglich 240 Sekunden führte Zürich in Zlaté Moravce – profitierte Chermiti von einem Fauxpas Rusovs, der eine Flanke des FCZ-Regisseurs Chikhaoui falsch einschätzte. Der Afrikaner reagierte nicht nur in jener kursweisenden Szene schneller als die gesamte Spartak-Defensive. Ein Kunststück war sein zweiter Treffer. Im Stil von Portos ehemaligem Meistercup-Helden Rabah Madjer lenkte der Stürmer die Vorlage Chiumientos am gegnerischen Keeper vorbei. Und als der Aussenseiter eine der wenigen Chancen verpasste, setzte der FCZ zum Knock-out-Schlag an – oder besser: Chermiti schuf mit seinem dritten Treffer die Basis für den Vorstoss in die Gruppenphase. Unter normalen Umständen ist Meiers Team im Rückspiel nicht mehr gefährdet. si

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