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Curler fanden den Tritt

KARLSTAD. An den Europameisterschaften in Schweden steigerten sich die Schweizer Männer nach zwei anfänglichen Niederlagen.

Die Adelbodner Curler um Skip Sven Michel realisierten mit dem 8:5 gegen Dänemark den dritten Sieg in Folge. Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel ar­bei­te­ten sich so vom Tabellenende weg an die 4. Stelle hinter Schweden (5:0-Bilanz), Norwegen und Tschechien (je 4:1).

Der Sieg über die Dänen, deren Skip Rasmus Stjerne zu den begabtesten Teamchefs zählt, war nicht nur wichtig, sondern auch sportlich sehr wertvoll. Die Dänen gewannen in den letzten beiden Jahren an Europameisterschaften jeweils eine Medaille: vor zwei Jahren Silber, vor einem Jahr – bei der internationalen Feuertaufe der Adelbodner in Moskau – Bronze. Schon damals hatten die Schweizer das Round-Robin-Duell mit den Dänen für sich entschieden.

Die Basis zum Sieg legten die Schweizer im dritten und im neunten End. Allein in diesen beiden Abschnitten schrieben sie sieben ihrer acht Punkte. Im dritten End zogen sie mit einem Viererhaus auf 4:1 davon. Im neunten End realisierten sie mit einem Dreierhaus zum 8:5 die Vorentscheidung. Andererseits mussten sich die Berner Oberländer zweimal je einen Stein stehlen lassen, was den Dänen die Aufholjagd vom 1:4 zum 5:5 ermöglichte.

Nicht gut lief es am Montagvormittag dem Schweizer Weltmeister-Team um Skip Mirjam Ott gegen Dänemarks Frauen. Die Davoserinnen kassierten gegen die Däninnen (Lene Nielsen) mit 6:8 nach Zusatzend die zweite Niederlage im vierten Spiel. Sie verloren, obwohl sie im Zusatz-End den Vorteil des letzten Steins hatten. Am Abend rehabilitierten sie sich mit einem ungefährdeten 9:4-Erfolg gegen die Aussenseiterinnen und Aufsteigerinnen aus Finnland (Anne Malmi). Nach drei Ends stand es bereits 4:0, in der Pause nach fünf Ends 6:2. Wie die Adelbodner weisen nun auch die Davoserinnen nach fünf von neun Vorrundenpartien drei Siege vor.

Eine besondere Partie absolvierte gestern Deutschlands Skip Andrea Schöpp: Sie spielte zum 500. Mal auf internationaler Ebene. Sie feierte mit Stil, das 9:2 über Ungarn war der erste Erfolg der Deutschen in der Löfbergs Lila Arena, die gleich ge­gen­über der Trabrennbahn von Karlstad liegt. Sie habe nicht gewusst, dass sie bereits zum 500. Mal antrete, «ich zähle nicht die einzelnen Spiele, sondern nur die Dinge, die ich gewinne».

Die erste Niederlage bezogen die Russinnen. Sie, die vorher alle Gegnerinnen dominiert hatten, unterlagen den Schwedinnen gleich 2:12. (red/si)

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