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Daniel Gloor zieht Urteil weiter

Noch im August lautete das Urteil des Obergerichts: sechs Jahre Freiheitsentzug für Daniel Gloor, den ehemaligen Anlagechef der Beamtenversicherungskasse (BVK) des Kantons Zürich. Doch Gloor akzeptiert den Entscheid nicht.

Das Bundesgericht hat sich mit dem ehemaligen Anlagechef der Zürcher Beamtenversicherungskasse (BVK), Daniel Gloor, zu befassen. Wie das «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF gestern Abend meldete, zieht Gloor das Urteil des Zürcher Obergerichts weiter. Gloor und sein Anwalt seien nicht damit einverstanden, wie das Obergericht einige Punkte rechtlich gewürdigt habe, sagte Anwalt Thomas Häusermann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Diese wolle man nun vom Bundesgericht überprüfen lassen.

Das Obergericht hatte Ende August den 59-jährigen Ex-Beamten der passiven Bestechung, der ungetreuen Amtsführung, der Geldwäscherei (alles mehrfach begangen) und der Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen. Freigesprochen wurde er bezüglich eines Darlehens, welches das Gericht nicht als Bestechung wertete.

Mildere Strafe gefordert

Gloor hatte während Jahren von Geschäftsfreunden Geld und Geschenke entgegengenommen. Dafür schanzte er ihnen lukrative Vermögensverwaltungsaufträge zu. Vor Gericht sagte Gloor, er bekenne sich zu seinen Taten, fordere aber eine mildere Strafe. An ihm habe das Bezirksgericht Zürich ein Exempel statuiert. Wegen ungetreuer Amtsführung und passiver Bestechung könne sein Mandant im Übrigen gar nicht verurteilt werden, hatte Gloors Anwalt argumentiert. Seit 2004 sei er nämlich kein Beamter mehr gewesen. sda

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