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Dank ihm kommen die Studenten nicht ins Bibbern

Serie «Sie Begegnen Mir ...»: Diesmal erzählt Bruno Huber (58), der Hauswart an der ZHAW.

Mein Arbeitstag beginnt morgens um sieben und endet gewöhnlich gegen fünf Uhr am Nachmittag. Ich arbeite als Hausmeister an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und bin verantwortlich für die Liegenschaften und die Werkstatt der ‹Eulachpassage› am Campus Technikumstrasse, wo das Departement Gesundheit untergebracht ist. Bei meinem Stellenantritt vor 24 Jahren, damals übrigens noch am Technikum, hiess es, ich hätte einfach dafür zu sorgen, dass der Schul- und der Mensabetrieb reibungslos funktionieren. Wenn ich nach meinem Beruf gefragt wurde, antwortete ich immer, dass ich so etwas wie ein Hüttenwart sei. Spass beiseite: Heute ist alles komplexer und auch anspruchsvoller als früher. Ich bin zum Beispiel auch dafür zuständig, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Studenten in unserem Schulgebäude wohlfühlen, indem ich Heizung und Lüftung, den Klimabereich und die Sanitärinstallationen am Laufen halte. Wenn etwas nicht funktioniert, kann ich die Störung meist selber beheben. Sonst ziehe ich externe Fachleute bei. Als Hausmeister kenne ich mich aus im Unterhalt der Liegenschaften und weiss Bescheid über die Haustechnik, Gebäudesicherheit und Umweltschutz. Wir haben zum Beispiel im ganzen Schulgebäude getrennte Abfallsammelstellen eingerichtet. Das funktioniert nur, wenn sich alle Benützer an die Regeln halten. Gerade was das Littering betrifft, könnten einige noch etwas dazulernen, um es diplomatisch auszudrücken. Zu schaffen machen uns besonders Fastfoodverpackungen und die vielen Gratiszeitungen. Ein Beruf mit vielen Aufgaben Ich absolvierte ursprünglich eine Lehre als Elektriker und liess mich später beim Stellenantritt in einem zweijährigen Lehrgang zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis ausbilden. Heute plane, leite und überwache ich die täglichen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten in unseren Gebäuden. Nach Möglichkeit führe ich alle Arbeiten selber aus. Im Winter bin ich für die Schneeräumung zuständig. Dabei setze ich möglichst wenig Salz ein – aus ökologischen Gründen, aber auch, um zu verhindern, dass es im ganzen Haus schmierige Salzablagerungen gibt. An meinem Job gefällt mir die Vielseitigkeit. Ich bin Sanitärtechniker, Stromer und Mechaniker. Wenn ich mal nicht weiterweiss, hole ich mir Rat bei meinen Hausmeisterkollegen, die für andere Gebäude der ZHAW zuständig sind. Grundsätzlich bin ich in diesem Job aber ein Einzelkämpfer. Meine Arbeitstage sind zwar lang, dafür abwechslungsreich. Alle sechs Wochen leiste ich zusätzlich Pikettdienst. Es gibt immer Anlässe, die auch ausserhalb der normalen Arbeitszeit betreut werden müssen. Viele Studentinnen und Studenten kommen zudem auch am Wochenende, um zu lernen. Deshalb besitzen alle unsere Mitarbeiter und Studenten eine Campus-Karte, mit der sie das Gebäude jederzeit betreten können. Sie sind dann froh, wenn jemand da ist, der sich auskennt. Ich bin verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Erst kürzlich hat meine Tochter ihre Ausbildung an der ZHAW abgeschlossen. Das ist speziell, wenn man im selben Haus arbeitet, in dem die Tochter studiert. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur. Die Pflege meiner Bienenvölker am Brüttemer Waldrand ist eine ideale Ergänzung zur Arbeit.

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