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Dank weniger Fehler zum grossen Triumph

113. Final des French openRafael Nadals fünf gewon­ne­nen Games in Folge am ­Ende des zweiten und zu ­Beginn des dritten Satzes sorgten für die Vorentscheidung gegen Novak Djokovic.

Der Matchball war sym­pto­ma­tisch für die vorangegangenen dreieinhalb Stunden. Novak Djokovic präsentierte Rafael Nadal den 3:6-7:5-6:2-6:4-Sieg mit einem Doppelfehler auf dem Silbertablett – und musste danach mit dem kleinen Silberteller vorliebnehmen. Die grosse Affiche mit den beiden derzeit besten Tennisspielern der Welt war den Erwartungen nicht gerecht ­geworden. Über weite Strecken schienen beide mehr mit sich selber zu kämpfen als mit dem Gegner. Kein Wunder, ging es doch um viel: für Nadal um den neunten French-Open-Titel, für Djokovic um den einzigen grossen Pokal, der ihm noch fehlt. Und für beide um den Platz an der Spitze der Weltrangliste.

Bei Temperaturen von rund 25 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit begingen beide ungewohnt viele Fehler, spektakuläre Gewinnschläge und Ballwechsel blieben rar. Der 28-jährige Spanier hatte vor allem zu Beginn viel Mühe mit der Länge seiner Bälle und geriet so häufig unter Druck. Ausserdem unterliefen ihm im ersten Satz mehr unerzwungene Fehler, als er Winner schlug. Djokovic nutzte dies zum einzigen Break (zum 5:3) und dem Gewinn des ersten Satzes.

Im zweiten Durchgang schenkte Nadal ein erstes Break zum 4:2 gleich wieder her. Ein Zwischenspurt mit fünf gewonnenen Games vom 5:5 bis zum 3:0 im dritten Satz brachte jedoch eine Vorentscheidung. Djokovic machte physisch einen angeschlagenen Eindruck. Anschliessend bestätigte er, dass er sich «schlecht bewegt und körperlich müde» gefühlt habe. Nadal jedenfalls gewann den dritten Satz mit einem weiteren Break 6:2.

Während sich Djokovic im vierten Satz wieder besser fühlte, schien Nadal plötzlich nicht mehr so schnell auf den Beinen. Erneut gab er ein Break postwendend wieder aus den Händen, doch der Spanier behielt die Nerven, ganz im Gegensatz zu Djokovic. Als dieser bei 4:5 und 30:30 aufschlug, unterlief ihm erst ein einfacher Vorhandfehler und dann der besagte Doppelfehler beim ersten Matchball. Er habe sein Maximum gegeben, meinte der Serbe, der ein paar Tränen vergoss. «Rafa war einfach besser.» Aber er werde es nächstes Jahr wieder versuchen. «Und wieder, und wieder, und wieder!» si

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