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«Das Auflösen der Grenzen kann ein Stressfaktor sein»

Viele Angestellte wollen flexibler arbeiten, sagt Johann Weichbrodt, der an der Hochschule für Angewandte Psychologie (Fachhochschule Nordwestschweiz) forscht.

Überall werden neue Coworking-Arbeitsplätze eröffnet. Vielen fehlt es aber noch an Kunden. Gibt es die überhaupt?Johann Weichbrodt:Coworking ist ein Phänomen, das gerade am Entstehen ist. Erstaunlich ist, wie stark Coworking in der Schweiz in den letzten zehn Jahren gewachsen ist. Das würde nicht passieren, wenn es keinen Bedarfgäbe. Ich denke aber, es wird eher ein Nischenphänomen bleiben.

Warum?Um die grosse Masse anzusprechen und als Geschäftsmodell zu funktionieren, müssten wir als Gesellschaft unser Arbeits- und Mobilitätsverhalten ändern. Bis jetzt nutzen primär Selbstständige und solche mit zwei Standbeinen Coworking, also diejenigen, denen kein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird. Die grosse Veränderung wäre es, wenn mit Angestellten ein neues Segment gewonnen werden könnte.

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