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Das Gotti und das Grosi begleitet

Kurzweil für Alt und Jung: In der Bibliothek Neftenbach fand am Samstag das vierte Dog-Plauschturnier statt.

Dog ist ein Brettspiel, ähnlich wie Eile mit Weile, und augenscheinlich ist Dog ein äusserst beliebtes Spiel. Denn 20 Personen finden trotz Schneeregens am Samstagnachmittag den Weg in die Bibliothek in Neftenbach. «Ich habe mein Grosi zum Plauschturnier begleitet. Zu Hause spielen wir oft Dog und nun wollte ich mich einmal an einem Turnier messen», erklärt Carina, die mit Grossmutter Verena das Team namens Verca bildet. Bei Dog bewegen die Spieler ihre Figuren nicht durch Würfelzahlen, sondern aufgrund der Werte von Bridgekarten möglichst vorteilhaft. Das Spezielle ist, dass man zu viert und jeweils in Zweierteams spielt. Die Teams sitzen sich gegenüber. Jeder Spieler hat vier Glas­murmeln, die er von seinem Haus in das Zielfeld bringen muss. Die Spieler legen ihre Karten offen ab und ziehen die Spielsteine entsprechend dem Kartenwert. Diese Werte können je nachdem auf verschiedene Murmeln oder zwischen den Partnern aufgeteilt werden. Es ist nicht möglich, als Einzelspieler zu gewinnen. Sieger ist das Team, welches alle seine Murmeln in den Zielraum gebracht hat. Die Konzentration in der Bibliothek ist gross und die Teams lassen sich nicht ablenken. «Spiele spielen verbindet Generationen», ist Carlos Wehrli überzeugt, der das Plauschturnier leitet. Der Winterthurer ist selbstständiger Spieltester und berät Schulen, Ludotheken, Bibliotheken, Firmen und Private, welche Spiele für die Zielgruppe geeignet sind. Gian, der mit seinem Gotti das Turnier besucht, schätzt an Dog, dass das Spiel anspruchsvoll ist: «Bei diesem Spiel muss ich viel überlegen. Ausserdem mag ich, dass man den Gegner heimschicken kann.» Neben den zwei jungen Teilnehmern sind die Dog-Spielerinnen und -Spieler wohl über 40 Jahre alt. Viele nutzen diesen Nachmittag, um Bekannte zu treffen, und schätzen das Gesellige genauso wie den Wettbewerb. «Ich bin in Neftenbach aufgewachsen, wohne aber schon länger nicht mehr hier. An diesem Turnier treffe ich immer alte Bekannte», erklärt Yvonne. Viele Wiederkehrer Das Turnier dauert fünf Runden, dabei spielen jeweils die besten Mannschaften in der nächsten Runde gegeneinander. Am Schluss erhalten die drei besten Teams einen kleinen Preis. «Die meisten, die hier sind, haben schon mehrmals an diesem Turnier teilgenommen», weiss Dagmar Kolb von der Bibliothek Neftenbach. Für sie und das Bibliotheksteam ist das Spiele-Spielen sehr wichtig. So findet in den Wintermonaten jeweils einmal monatlich ein Spieleabend für ­alle statt. Daniela Oegerli

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