Zum Hauptinhalt springen

Das grosse Duell um den Final

winterthur. Herausforderer Pfadi oder Meister Kadetten: Am Donnerstag entscheidet sich, wer im Playoff-Final gegen Wacker Thun antreten darf.

2:2 steht die Halbfinalserie zwischen den beiden alten Rivalen, die so offen ist, wie es zu erwarten war. Die Winterthurer NLA-Handballer haben sich in zwei stimmungsreichen Heimspielen dank starken Abwehrleistungen durchgesetzt und in Schaffhausen zweimal verloren, wobei dort mehr dringelegen wäre. So müssen sie morgen ihre dritte und letzte Chance auf einen Auswärtssieg nutzen, um den Meistertitel spielen zu können und die Kadetten erstmals seit 2004 aus den Top 2 der Schweizer Meisterschaft zu verweisen.

«Einfach wird es nicht», sagt Pfadi-Trainer Adrian Brüngger zum abschliessenden fünften Match der Best-of-5-Serie. «Wir müssen unser Bestes abrufen, damit es reicht. Dass die Kadetten wie in den Heimspielen an unserer Deckung abprallen, wird der Schlüssel sein.» Pfadis Heiko Grimm fühlt sich nach der Knieverletzung, die am Samstag in der Eulachhalle beim 24:18-Sieg einen Einsatz verunmöglichte, etwas besser. Bei den Kadetten ist mit der Rückkehr von Spielmacher Peter Kukucka und Rückraum-Linkshänder Aleksandar Stojanovic zu rechnen.

Zur Entscheidung morgen dürfte nun auch die schönste Handballarena der Schweiz endlich einmal für ein NLA-Spiel gut gefüllt sein, bisher war das diese Saison nur in der Champions League der Fall. Einer wie Pfadis Spielmacher Philipp Reuter, der vielleicht in die 2. Bundesliga wechselt, kommt wenigstens zum Abschluss seiner Schweizer Zeit noch in den Genuss von Ambiancen, die er sich von Deutschland her gewöhnt ist. Wahrscheinlich werden viele Winterthurer den Weg zur BBC-Arena auf sich nehmen. «Jene Mannschaft mit den Anhängern, die man in der Halle am meisten wahrnimmt, hat ein Heimspiel», definiert Brüngger diesen Teil der Ausgangslage neu.

Ein Halbfinal wie 2004

Dass ein Auswärtssieg über die Kadetten möglich ist, hat Pfadi in der laufenden Saison schon einmal bewiesen: Das 32:30 kurz vor Weihnachten beendete eine Serie von 20 Niederlagen in Schaffhausen. Den zuvor letzten Erfolg dort hatten die Winterthurer am 28. April 2004 gefeiert. Mike Kipili und Oliver Scheuner waren schon damals für Pfadi im Einsatz gestanden, ebenso Leszek Starczan für die Kadetten. Kreisläufer Iwan Ursic hatte noch für Winterthur und nicht Schaffhausen am Kreis gespielt. 1600 Leute sahen sich jenen Match in Schaffhausen an, den Pfadi 28:27 gewann – und der ebenfalls das entscheidende (dritte) Spiel des Playoff-Halbfinals war … Anschliessend durften die Winterthurer mit dem Finalsieg über GC ihren seither letzten Meistertitel feiern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch