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Das ideale Aufwärmspiel

NLA-Leader Pfadi hielt sich gegen Goss­au schadlos, gewann 32:24 (16:9) und konnte sich auf den Europacup einstimmen.

Dieses Pflichtspiel zwischen den beiden Europacupeinsätzen gegen Zeleznicar Nis erfüllte seinen Zweck. Pfadi siegte mit massvollem Aufwand, kein weiterer Spieler verletzte sich, die derzeit verfügbaren Formationen konnten sich festigen und für das EHF-Cup-Rückspiel am Samstag ideal im Wettkampf aufwärmen. «Das war recht solid», lobte Trainer Adrian Brüngger die Leistung seiner Leute. «Wir konnten alle vernünftig belasten, keiner musste im roten Bereich laufen und wir durften etwas Nachwuchsförderung betreiben.» Debütanten-Tor Weil derzeit nur acht Stamm-Feldspieler nicht verletzt sind, half ein Trio des Zweitligateams, der Pfadi Youngsters, aus. Als Erster stand Fabrizio Pecoraro auf dem Feld. Der 18-Jährige löste in der 41. Minute Oliver Scheuner, Anfang Woche noch krank, als Rechtsaussen ab und erzielte in der 54. Minute mit einem schönen Aufsetzer das 29:20 – als Rechtshänder von der «falschen» Aussenposition aus. Für die Schlussminuten ersetzte der frühere Junioren-Nationalspieler Yannick Ott den Spielmacher Kevin Jud und trat Nicolas Köller, wie Pecoraro ein NLA-Debütant, in der Abwehr auf. Ott verschoss in der 59. Minute einen Penalty, aber lieferte gleich dar­auf den Konterpass zu Stefan Freivogels 32:23. «Sie haben die NLA jetzt mal erlebt», sagte Brüngger zu den Neulingen. «Wenn wir sie ein nächstes Mal brauchen, sind sie diesen Schritt weiter.» Trefferserie zur Wende Die Basis zum Sieg legten die bestandenen Kräfte früh genug. Nach einem geradezu schrecklichen Start mit fünf technischen Fehlern, die in der 10. Minute einen 3:6-Rückstand und ein Time-out zur Folge hatten, fingen sich die Winterthurer auf. Von den nächsten 13 Angriffen endeten zwölf im Tor, wodurch mit dem 15:8 das Spiel gelaufen war. Goss­au brachte in den letzten 20 Minuten bis zur Pause nur drei Treffer zustande, zumal nun Torhüter Aurel Bringolf mehrmals parierte. Pfadi zog in der zweiten Halbzeit sein Programm, abgesehen von ein paar offensiv mässigen Minuten, stilsicher durch und zeigte das, was für den siebten Sieg im achten NLA-Match der Saison nötig war. Milan Corovic steigerte sich ge­gen­über seinem missglückten Abend im Europacup deutlich. Luka Maros, am Samstag mit einer Hüftverletzung ausgeschieden, stand im Abwehrzentrum besser als auch schon. Offensiv verteilte sich die Last ziemlich gleichmässig auf alle Spieler. Abgesehen vom Start und von der einen Phase in Halbzeit 2 lieferte Pfadi eine starke Offensivquote ab. Anhand des gestrigen Auftritts mochte man sich fragen, wie die Goss­au­er vor einer Woche den BSV Bern, seines Zeichens immerhin Playoff-Halbfinalist der letzten Saison, auswärts schlagen konnten. Sie machten es zu Beginn gut, indem sie Pfadi für den fehlerbefrachteten Start mit dem 6:3 bestraften. Dann aber gerieten sie im Angriff aus dem Tritt und fanden ihn nie wieder. Am gefährlichsten war Spielmacher Valon Dedaj, den Pfadi zunächst nicht im Griff hatte. Linkshänder Christoph Piese schnitzerte und traf erneut erst, als es längst keine Rolle mehr spielte. Kein Faktor war der interne Topksorer Philipp Näf. Die Goss­au­er werden es mit Leistungen wie gestern in der Abstiegsfrage – voraussichtlich im Dreikampf mit Stäfa und Suhr Aarau – nicht leicht haben. Die Reise nach Serbien Am anderen Ende der Tabelle behauptet sich Pfadi weiterhin zuvorderst. Der zwölfte Sieg im 13. NLA-Treffen mit Fortitudo Goss­au war nicht ansatzweise gefährdet und damit auch nicht der 1. Platz der Meisterschaft. Der heutige Donnerstag wird von Regeneration und Videostudium des kommenden Gegners bestimmt. Am Freitagmorgen fliegen die Winterthurer nach Belgrad, besteigen den Bus, der sie in rund drei Stunden nach Nis bringt. Am Samstagabend treten sie dort im EHF-Cup gegen den serbischen Cupsieger Zeleznicar an. Mit einem ist sicher zu rechnen: mit mehr Gegenwehr als gestern im schönen Sportzentrum zu Herisau.

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