Seuzach

Das Minifussballfeld ist auf der Zielgeraden

Dank der Abschlussarbeit eines Schülers an der Sek Seuzach erhalten die Junioren des FC Seuzach vielleicht noch in diesem Sommer ein Minifussballfeld.

So soll das Seuzacher Minifussballfeld aussehen: Mit einen Meter hohen Banden und drei Meter hoher Ballfangkonstruktion.

So soll das Seuzacher Minifussballfeld aussehen: Mit einen Meter hohen Banden und drei Meter hoher Ballfangkonstruktion.

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Alec Schwéry ist fussballbegeistert. Darüber hinaus ist der 16-Jährige pragmatisch. Als Projekt für seine Abschlussarbeit an der Sekundarschule stellte er sich vor knapp einem Jahr die Aufgabe, dem FC Seuzach auf dem Sportplatz Rolli zu einem Minifussballfeld zu verhelfen. Nun sieht es so aus, dass ihm dies gelingen könnte: Ein Baugesuch befindet sich auf der Gemeinde. Und das Geld dafür ist fast zusammen.

Seit seiner Zeit in der Juniorenabteilung des FC Wil, der über ein solches Minifussballfeld verfügt, habe er gedacht: «Das wäre auch für Seuzach cool.»

Die Abschlussarbeit liess die Idee zum realen Vorhaben werden. Der damals 15-Jährige fand schliesslich im Internet einen deutschen Anbieter, der genau das zu haben schien, was er suchte: ein 14 mal 7 Meter grosses Kunstrasen-Minifussballfeld.

Das Projekt habe nicht zu teuer werden dürfen, «sonst hätte ich nach einem Schweizer Anbieter gesucht», sagt Schwéry.

Crowdfunding

22 000 Franken waren das Ziel. Der Sekschüler beschrieb sein Projekt auf der Plattform Ibelieveinyou.ch, die auf Schweizer Sportprojekte spezialisiert ist. In der 50-tägigen Laufzeit kamen sage und schreibe 23 360 Franken von 103 Unterstützern zusammen. Beträge von 20 bis 3500 Franken wurden investiert. «Das hätte ich niemals erwartet», freut sich der fussballbegeisterte Jugendliche, der bei den Seuzacher BA-Junioren spielt.

«Da kann man auch zum Plausch tschüttelen, wenn nur wenige Spieler vorhanden sind»Alec Schwéry

Ein Blick auf die Spenderliste zeigt: Sowohl Firmen wie auch Private haben gespendet, vornehmlich aus Seuzach und Umgebung. Einige Sponsoren stammen natürlich aus dem familiären Umfeld des Schülers, sind Bekannte oder gehören dem FC Seuzach an. «Die meisten Sponsoren kenne ich aber nicht.»

Namen auf Gönnertafel

Als Gegenleistung erhalten die Supporter zum Beispiel die Möglichkeit, das Minifussballfeld exklusiv für zwei Stunden zu nutzen oder ihren Namen auf einer Gönnertafel neben dem Spielfeld zu verewigen. Schwéry denkt auch über Bandenwerbung nach.

Von der Schule wurde sein Vorhaben eher skeptisch betrachtet, räumt der Jugendliche ein. Das Schulprojekt mit dem finanziellen Umfang im fünfstelligen Bereich musste abgeschlossen werden, bevor feststand, ob das Minifussballfeld gebaut werden kann.

Initiative willkommen

Beim FC Seuzach ist der Schüler mit seinem Projekt von Anfang an auf offene Ohren gestossen. «Wir sind glücklich, einen so initiativen Junior zu haben», sagt Präsident Matthias Aeppli, der Alec Schwéry zusammen mit dessen Vater beim Baugesuch geholfen hat. «Wir hoffen, dass das Minifussballfeld bis im Sommer aufgebaut ist.»

Er werde auch von seinen Fussballkollegen immer wieder gefragt, wann das Kleinspielfeld denn nun komme, sagt der junge Initiator, der sich selbst auch sehr auf das neue Minifussballfeld freut: «Da kann man auch zum Plausch tschüttelen, wenn nur wenige Spieler vorhanden sind.» Der Ball respektive das Baugesuch liegt nun bei der Gemeinde.

(Der Landbote)

Erstellt: 30.01.2018, 10:15 Uhr

Alec Schwéry: Als Abschlussprojekt ein Minispielfeld. (Bild: Marc Dahinden)

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