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Das nächste Topspiel

Mit dem EHC Chur ist heute (17.30 Uhr) eine Mannschaft in der ­Deutweghalle zu Gast, die in der Erstliga-Ostgruppe weit vorne erwartet wird.

Der EHC Chur hat sich seit seiner Rückkehr in die 1. Liga im Jahr 2011 sehr gut präsentiert. Auf Anhieb qualifizierten sich die Bündner für die Playoffs, wo sie gegen den EHC Winterthur aber ohne Sieg ausschieden.

Dennoch wurden sie Jahr für Jahr ein wenig stärker, und sie fühlten sich vergangene Saison schon gut genug für einen Vorstoss in Richtung Spitze. Eine missratene Qualifikationsrunde und als Folge davon erneut ein verlorener Playoff-Viertelfinal gegen den EHCW standen dem im Weg. Aber Chur forderte die Winterthurer hart und hätte auch mehr als nur einmal gewinnen können.

Bigliel und Bonorand

Trotz finanzieller Turbulenzen im Sommer – an einer ausserordentlichen Generalversammlung wurde das zuvor abgelehnte Budget erst nach einer Senkung um 200 000 Franken genehmigt – wurde die Mannschaft verstärkt. Das war nicht einfach, denn neun Abgänge, dar­un­ter Captain Roger Lüdi, hinterliessen ein Loch von über 40 Toren, das geschlossen werden musste. Neu kann Trainer Herbert Schädler im Sturm auf Dario Gartmann, Pierino Bigliel und Rico Bonorand zählen, drei Spieler mit NLB-Erfahrung. Wie man in Winterthur besonders oft zu spüren bekommen hat, machten Bigliel und Bonorand jahrelang zu einem erheblichen Teil die Gefährlichkeit des EHC Arosa aus. Allerdings war in den letzten Jahren öfter mal einer von ihnen verletzt. Das gilt auch für den wohl besten Stürmer, Manuel Holenstein, der im Verlauf der Playoff-Serie gegen den EHCW ausfiel und jetzt wieder zur Verfügung steht. Die Defensive wurde mit Dario Gartmann (Basel), der Bruder von Sandro, und Fabio Morandi (Davos Elit) ergänzt.

Vom Potenzial her müsste Chur also einer der ersten, wenn nicht der erste Herausforderer des Spitzenduos Dübendorf und Winterthur sein. Auch wenn seitens des Klubs vernünftigerweise erst einmal das Erreichen der Playoffs als Ziel deklariert wurde, dürften die Ansprüche im Team im Umfeld höher sein. Der Saisonstart verlief durchzogen: Zwei überzeugenden Auswärtssiegen gegen Bülach und Weinfelden standen vermeidbare Heimniederlagen gegen die Pikes und nach Verlängerung gegen Frauenfeld gegenüber.

Konsequenter abschliessen

In Winterthur macht man sich auf ein Spitzenspiel gegen einen Gegner gefasst, der mit einer auf fremdem Eis makellosen Bilanz anreist. Der EHCW hat erst einen Punkt abgegeben, am Mittwoch beim 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen in Biasca. Trainer Markus Studer fordert: «Wir müssen im Abschluss hungriger und konsequenter werden, statt immer noch einen Pass zu suchen.» Mehr Schüsse und entsprechend mehr Rebounds seien das Rezept zu mehr Toren.

Der Defensive dagegen kann man mit nur drei Gegentoren in vier Spielen bisher nichts vorwerfen. Geprüft wird sie heute aber von einem Team mit starkem ­Powerplay und abschlussstarken Konterstürmern. uk

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