Winterthur

Das Oktoberfest expandiert

Das 19. Winterthurer Oktoberfest startete mit einer Ankündigung: Schon Ende April kehren Bier, Brezn und Lederhosen als «Frühlingsfest» in die Reithalle zurück.

Neuheit vor der Reithalle: Das

Neuheit vor der Reithalle: Das "Alpengaudi"-Chalet ist auch ohne Festbändel und Reservierung zugänglich. Bild: Heinz Diener

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Vieles war wie gehabt beim Auftakt des 19. Winterthurer Oktoberfests: Gratisbier und Marschmusik am Neumarkt, der Einzug der Wiesn-Wirte mit Pferdegespann und eine grosse Eröffnungsgala für die Freunde Haldenguts und die geladenen Gäste, inklusive Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) und Gemeinderatspräsident Felix Landolt (SP).

Zusammenarbeit mit den Machern der Winti Arena

Doch halt! Etwas war neu. Auf dem Vorplatz der Reithalle war neben dem üblichen weissen Festzelt ein grosses Holzchalet aufgebaut. Die Ähnlichkeit mit dem adventlichen Fondue-Stübli «Wintialp» aus dem Stadtpark ist nicht zufällig, es handelt sich um das gleiche Gebäude. Die Betreiber, die Firma Eventcom von Oliver Wyss und Matthias Bühler, kennt das Areal gut. Seit 2006 organisiert sie hier während der Fussball-EM- und WM-Turniere die «Winti-Arena». Jetzt wurden sie sich mit den Oktoberfest-Machern vom Verein Winterthurer Volkfeste handelseinig.

Die neue «Alpengaudi» kostet keinen Eintritt und ist für Besucher gedacht, die keinen ganzen Tisch reservieren möchten, sondern spontan ans Fest gehen. «Wir möchten, dass das Oktoberfest zum Treffpunkt für alle wird», sagt Wyss. Das neue Arrangement löst gleichzeitig einen Zwiespalt von OK-Präsident Toni Schneider. Nach Jahrzehnten bei Haldengut hat er zur Brauerei Doppelleu gewechselt. Und während in der Reithalle wie eh und je Haldengut und Erdinger gezapft werden, steht im Alpengaudi das «Chopfab»-Bier von Schneiders neuem Arbeitgeber auf der Karte.

Im Mai das Dirndl rausholen

Doch damit nicht genug: Gemeinsam haben Eventcom und der Verein Winterthurer Volkfeste eine neue Firma gegründet, die Volkfeste Schweiz GmbH. Sie wird vom 30. April bis 12. Mai im Reithalle-Areal ein «Frühlingsfest» nach deutschem Vorbild ausrichten. «Es gab noch eine Lücke im Winterthurer Festkalender», sagt Toni Schneider. Aufbau und Musik wird ähnlich sein wie beim Oktoberfest. «Die Leute möchten ihre Lederhosen und Dirndl nicht ein ganzes Jahr im Schrank lassen», sagt Oliver Wyss.

Eine Kopie des Oktoberfest soll es aber nicht werden, sondern eine «Feier des Frühlings». Das Aussengelände soll gartenähnlich geschmückt werden, ein Maibaum wird gestellt, ein Maitanz durchgeführt. Mit den Organisatoren der 1.-Mai-Feier sei man im Gespräch, sie sollen weiterhin die Halle nützen können.

Ein Bier-Orden für die First Lady

Der Bier-Orden ging an Winterthurs «First Lady» Karin Künzle, die Frau des Stadtpräsidenten, die Volksfeste liebt, und auch gern Dirndl trägt. Den Anstich übernahm, zum zweiten Mal seit 1999, Jürg Stahl, der höchste Schweizer. Bier spritzte schon beim ersten Hammerschlagt, beim dritten sass der Hahn sicher. O’zapft is! (Der Landbote)

Erstellt: 18.10.2017, 21:09 Uhr

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