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Das Verwaltungsdebakel hallt nach

Die Misere in der Verwaltung des Zweck­verbandes der Schulgemeinden Bezirk Andelfingen gab an der Delegiertenversammlung noch einmal zu reden.

An der letzten Versammlung Ende Mai ging es hitzig zu und her. Die Vertreter der Gemeinden lehnten die Jahresrechnung 2013 ab, weil sie viele Mängel aufwies. Die Verwaltung der kleinen Gemeinde Humlikon hatte die Schulverwaltung erst Anfang 2013 übernommen und war von der Komplexität der Aufgabe überfordert. Immerhin beschäftigt der Verband rund 140 Personen und gibt jährlich über 11 Millionen Franken aus. Um das Durcheinander in der Buchhaltung durch eine externe Firma beheben zu lassen, hatten die Delegierten an jener Versammlung 100'000 Franken bewilligt. Dagegen rekurrierte aber die Primarschule Marthalen und erhielt in der Zwischenzeit Recht, wie die Delegierten an ihrer Budgetversammlung am Montag erfuhren.Ein Delegierter setzte in der Folge durch, dass alle Passagen im Jahresbericht der Präsidentin Brigitte Sauvain, die sich auf den umstrittenen Betrag bezogen, gestrichen werden.

Aufarbeitung wird teuer

Die Probleme in der Buchhaltung gaben auch bei der Behandlung des Budgets zu reden. Darin sind für die künftige Verwaltung durch eine externe Firma 302'400 Franken vorgesehen. Nicht der Betrag, sondern die Vergabe des Auftrages durch war umstritten. Der Vorstand sicherte zu, dass für dieses Mandat eine korrekte Submission durchgeführt werde, wenn der nun unter Zeitdruck und in einer Notlage abgeschlossene Vertrag abgelaufen sei. Der Voranschlag mit einem Aufwand von 11,1 Millionen Franken und Erträgen von 6,1 Millionen Franken wurde schliesslich genehmigt. Die Verbandsgemeinden haben ein Defizit von 5 Millionen Franken zu decken.

Sanierung steht an

Eine nächste grosse Aufgabe steht für den Zweckverband bereits an. Das Gebäude der Heilpädagogischen Schule (HPS) in Humlikon ist 40 Jahre alt und sollte umfassend saniert werden. Vorläufig beantragte der Vorstand einen Kredit von 33'000 Franken, um alle offenen Fragen rund um Heizung, Klima und Lüftung zu klären. Denn das Gebäude, insbesondere das Therapiebad, wird durch den Wärmeverbund der Gemeinde Humlikon beheizt. Dort steht aber auch eine Sanierung an, so dass abgeklärt werden soll, wie das Badewasser im Sommer allenfalls unabhängig vom Fernwärmenetz geheizt werden könnte.Dieses Vorhaben löste eine Grundsatzdiskussion aus. Es wurde befürchtet, das nun in Salamitaktik scheibchenweise Sanierungskredite vorgelegt werden, ohne dass ein Gesamtkonzept bestehe. «Wir müssen mit dem bestehenden Platz- und Raumangebot auskommen», war das Fazit von Liegenschaftsverwalter Hans Beereuter. Der Kredit fand schliesslich die Zustimmung der Delegierten.

Schulbus zurückgestellt

Der Antrag des Vorstandes, für 80'000 Franken einen zweiten Schulbus anzuschaffen, wurde an der Versammlung zurückgezogen. Die Delegierten werden an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Januar drüber entscheiden. Weiter wählten die Delegierten den Henggarter André Bohnenblust in den Vorstand. Er setzte sich in einer Kampfwahl mit 38:8 Stimmen gegen Marcel Nepfer aus Uhwiesen durch.

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