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Das wegweisende vierte Spiel

Die ZSC Lions und die Kloten Flyers stehen heute vor entscheidenden Playoff-Spielen. Ein Blick durch die Eishockey-Ligen von Davos bis nach Moskau.

Die ZSC Lions führen in ihrer Viertelfinalserie gegen Lausanne 2:1, die Kloten Flyers liegen gegen Davos 1:2 zurück – aber dennoch weisen die Zürcher NLA-Teams Gemeinsamkeiten auf. Beide fanden am Samstag zu Spielweisen, die ihnen den Erfolg brachten. Diesen aggressiven Kurs wollen sie auch auswärts beibehalten. In Lausanne wartet erneut eine ausverkaufte Halle (8000 Zuschauer) und ein noch nicht geschlagener Aussenseiter auf die Qualifikationssieger. Wer Spiel 4 einer engen Serie gewinnt, so besagt die Statistik, der wird auch am Ende als Gewinner dastehen.

Bei den ZSC Lions ist nach dem Fehlstart ein gewisse Ruhe eingekehrt. Bei der Serie Kloten Flyers – Davos dagegen sind am Samstag die Emotionen hochgegangen, die Davoser bekamen zu spüren, dass sich ihr Gegner nicht alles an Unsauberkeiten gefallen lässt. Martin Gerber wird im Tor durch Jonas Müller ersetzt, der zum vierten Mal in dieser Saison von Beginn weg spielt. Gestern fehlte im Training Peter Mueller, das soll keine Auswirkungen auf die Aufstellung von heute haben. Die Klotener müssen einmal in Davos gewinnen, wenn sie unter die besten vier Teams vorstossen wollen.

Schiedsrichter suspendiert

Das Durcheinander in der NLB-Playoff-Serie zwischen Langenthal und Visp hat weitere Folgen. Der Einzelrichter hatte die dritte Partie, welche von Visp nach Verlängerung gewonnen wurde, annulliert. Denn vorher hatte bereits Langenthal einen Treffer erzielt, den Schiedsrichter Dany Wirth zuerst anzeigte. Dann aber, nach Videokonsultation, soll er gesagt haben, dass er nicht klar sehen könne, ob das Tor korrekt sei oder nicht. Er gab den Treffer nicht, hätte aber nach Reglement seinen ursprünglichen «Tor-Entscheid» zur Anwendung bringen sollen. Langenthals Spielfeldprotest führte zur Annullierung, Visps Rekurs zur Unsicherheit, wie es weitergehen soll. Das Verbandssportgericht muss entscheiden. Die einzige konkrete Massnahme bisher: Schiedsrichter Wirth ist vorläufig suspendiert worden.

Leere in Helsinki

Zum ersten Mal seit 1985 finden die Eishockey-Playoffs in Finnland ohne ein Team aus der Hauptstadt Helsinki statt. Der Traditionsverein Helsinki IFK scheiterte in der Playoff-Qualifikation an Lahti, Jokerit in der gleichen Phase am Hämeenlinna PK. Jokerit scheiterte in seiner letzten Saison in der SM-Liiga mit der teuersten Mannschaft der Geschichte und hofft, ab nächster Saison in der russischen KHL eine bessere Figur zu machen. HIFK nahm im Sommer 16 Wechsel im Team vor. Doch Ville Peltonen, bald 41 Jahre alt, war auch in seiner letzten Saison bester Skorer des Teams. Des Captains Karriere ist unwiderruflich zu Ende.

Out des KHL-Favoriten

In Russlands Hauptstadt Moskau fand gestern Abend der letzte Playoff-Match statt. Qualifikationssieger Dynamo, gleichzeitig Titelverteidiger, scheiterte vor 7938 Zuschauern in Spiel 7 an Lokomotive Jaroslawl 1:5. Trainer Olegs Znaroks führte Dynamo 2012 und 2013 zum Titel, 2011 erreichte er mit dem Vorgängerteam MWD Balaschicha den Final. Lokomotive hatte die Playoff-Qualifikation dank einer eklatanten Steigerung unter Nothelfer Dave King erst im letzten Moment geschafft. SKA St. Petersburg ist nächster Gegner Jaroslawls.

Donbass Donetsk – Dynamo Riga, das zweite Spiel 7 im Westen, wurde von der KHL kurzfristig nach Bratislava verlegt. Donetsk in der Ukraine biete zu wenig Sicherheit für den regulären Ablauf der Partie. Donetsk qualifizierte sich auch ohne Heimvorteil mit einem 3:1 für die nächste Runde.

Das Gegenteil von Dynamo Moskau gelang im Osten Sibir Nowosibirsk. Das Team gewann zum ersten Mal überhaupt eine Playoff-Serie – und eliminierte das grosse AK Bars Kasan. Umjubelter Held war Trainer Dimitri Kwartalnow. Ähnlich wie von 1994 bis 1997 in Ambri, wo er pro Saison auf deutlich mehr Skorerpunkte als Spiele kam. (jch)

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